kfz
August 2021
Volvo V90 Cross Country



Ein Volvo wieder, na klar, es hilft ja alles nix. Man kommt nicht umhin, die grossen Kombis sind nicht nur sehr komfortabel und praktisch, sondern auch wunderschön gezeichnet. Man muss kein Fan der Marke sein, um zu sehen, dass die Schweden mehr denn je wissen was sie tun. Optisch ist der V90 der vielleicht beste Volvo seit dem legendären P1800.


gearpatrol.com:
I’ll never stop saying it, so long as I may live: as a category, wagons are, hands down, the best vehicles on the road. (The best singular vehicle is a different story...) They are pragmatic: plenty of cargo room, pleasant enough on the pocketbook when you fill the tank. But if you get the greatest possible combination of luxury, sport, tech, safety and design all rolled into one wagon, as you do with the V90 CC, pragmatism isn’t just a good thing. In fact, it may be the best thing.


Typisch für die USA gab es den regulären V90 nur auf Sonderbestellung (und seit 2021 gar nicht mehr), was das Gebrauchtwagenangebot entsprechend dünn gemacht hat. Man kauft hier lieber die höher gelegte Version mit All-Wheel-Drive. AWD selbst ist mir Wurscht, ich hätte gerne auf das extra Gewicht und Verbrauch verzichtet, und wer sich auskennt investiert ohnehin besser in Winterbereifung, die zusätzliche Bodenfreiheit ist bei unseren lokalen Begebenheiten aber willkommen.


Technologisch ist das Auto fuer uns ein Quantensprung. Unsere zu diesem Zeitpunkt zehn Jahre alten Basisversionen unserer VW kamen da nirgends mit. Die ganzen Assistenzsysteme funktionieren auch super gut. Die adaptive Cruise Control ist mein Favorit. Aber auch das Head Up-Display ist eine tolle Sache.

Die Typenbezeichnung T5 hat nicht mehr die Relevanz wie zu Zeiten des 850, fühlt sich aber trotzdem gut an. Einen Diesel gibt es hierzulande zwar leider nicht, aber der turboaufgeladene 2L 4-cyl Benziner wird gut niedertourig betrieben und klingt recht kernig.
Dass alles recht entspannt zugeht, haben wir auf einem Ausflug nach Seattle gemerkt. Was sonst schnell in Stress und Anstrengung ausartet, hat bei uns eher ein verwundertes Staunen ausgelöst, wie angenehm wir die Fahrt hinter uns gebracht hatten. Effortless und unaufgeregt treffen es genau.

Den Elch habe natürlich ich dran gefummelt.
Über die grossen 19-zölligen Räder bin ich recht froh. Nicht nur passen die Proportionen und die Farbgebung zum Auto, auch das richtungsneutrale Design gefällt mir sehr gut.
Und im Gegensatz zu unseren vorherigen VWs - und wie der Rest des (2018er Gebraucht-) Autos auch - endlich mal kosmetisch einwandfrei.

Kommen wir zum Kofferraum. Da bleibt kein Auge trocken. Etwas schmal vielleicht, aber weitgehend flach und sagenhafte zwei Meter lang. Ich meine, manche SUV oder Minivans haben mehr, aber da sitzt man dann nicht mehr so ideal mittig zwischen den Achsen.
Gut geeignet also für Übernachtungen. Es gibt extra zugeschnittene selbstaufblasende Matratzen, sowas haben wir uns gleichmal besorgt (und ausprobiert).


Diese riesigen Panoramadächer scheinen Mode zu sein, aber das müsste von mir aus nicht sein.



Die seit Jahren bei Volvo zu findende Basisform in der Gestaltung hat uns schon immer gut gefallen. Seit wir im PNW leben ist uns auch klar geworden warum: die Verwandtschaft zur Kunst der indigenen Bevölkerung des Nordwestens ist unverkennbar. Man könnte auch sagen, alles schon mal da gewesen. Aber gepaart mit einem Hauch 70er Jahre läuft Volvo damit nicht so schnell die Gefahr von Nachahmern. Anyway, der Innenraum verwöhnt.


Das Schöne an dieser Story ist, dass sie (meines Wissens) nicht von Volvo ins Leben gerufen wurde: Die Tageslichtleuchten werden ihrer Form wegen in der sogenannten Fangemeinde auch als Thors Hammer bezeichnet. I like it.


Der Volvo-Händler in Bellingham hat natürlich passenderweise vor ein paar Jahren aufgehört, nach Vancouver konnten wir wegen der Pandemie noch nicht, also auf nach Lynnwood, quasi Seattle, für den fehlenden Zweitschlüssel und Software-Update für die Anhängerkupplung, die ich inzwischen installiert hatte. Endlich ist ja sowas in den USA angekommen, eine Kupplung, die bei Nichtgebrauch hinter der Stosstange verschwindet. Ausserdem musste ich ein Rücklicht austauschen, möchte mal wissen, wofür die sogenannte Inspektion des Händlers gut gewesen sein soll. Ausserdem ging die Fahrersitzheizung nicht. Wahrscheinlich konnte man das in der warmen Werkstatt nicht testen, ha. Auch Wurscht, von der Rückvergütung für die Mängel habe ich nur einen Bruchteil für das Material ausgegeben und ansonsten wieder was dazu gelernt.
Zum ersten Mal überhaupt habe ich in originale Ausrüstungsteile investiert, die man sonst anderswo günstiger bekommt. Die Dachgepäckträger zum Beispiel. Sind aber auch unschlagbar. Passen (klar), sind vollständig und ruck-zuck ohne Werkzeug installierbar und mit Ein-Schlüsselsystem versehen.
Solchen schönen Schnickschnack wie die doppelten Auspuffendblenden gab es in China allerdings um einiges billiger.

Aber nichts ist perfekt. Beim Touareg war es möglich, die Bremse so feinfühlig zu betätigen, dass mit einem Lupfen des Bremspedals kurz vor Stillstand des Fahrzeuges jedes noch so leichte “Kopfnicken” zu vermeiden war. Ist mir bisher noch nicht so gelungen.
Ausserdem, die A-Säulen und die Spiegel sind ganz schön fett. Man muss sich Mühe geben, dahinter keinen Verkehr zu übersehen.
Der letzte XC70 hatte hervorragende Halterungen und Schienen im Kofferraum. Da hat man hier wieder etwas gespart bzw. nimmt man vielleicht an, V90-Besitzer sind keine typischen Packratten.
Die Sitze sind gerade nach der Jetta-Erfahrung wieder um Welten besser. Und auch wenn sie richtigerweise ein gutes Stück enger geschnitten sind als beim Touareg, hätte noch etwas mehr gekonnt. So eingepasst wie im Infinity haben wir nie wieder gesessen. Aber das ist jetzt eines dieser Luxusprobleme...




Weil ich ihn eingangs erwähnt habe und wie der Zufall spielt: Bevor ich ein Gespräch mit dem Besitzer hätte anfangen können war er auch schon wieder unterwegs, im wohl einzigen P1800 in Bellingham. Bleibt nur ein offizielles Archivbild.





Der volle Text aus Gearpatrol:

Editor’s Pick: I Think the Volvo V90 CC Is the Most Ideal Car On Sale Today
First, an admission in the interest of transparency: I have called a lot of cars “the best” in their respective categories, and some of those have been Volvos. The automotive journalism community at large is prone to being pretty hyperbolic, myself included. But this is not one of those times. I truly believe the Volvo V90 Cross Country is the most ideal car available today.

The beefed-up, “off-road” Volvo V90 CC wagon ($52,300, base) lies at the very intersection of comfort, capability, technology, safety and cost. It is not an inexpensive car, but what you get even in the very basic configuration is a bargain.

Comfort
It’s a reasonable assumption that anyone who owns a car will need to transport more than two adults at any given time. I daydream about sports-car-as-my-only-car ownership as much as the next person but there’s a reason it’s only a fantasy for most of us. Between friends and kids and dogs and other passengers, a usable backseat is a must. The V90, which is in the most basic terms an S90 sedan with added 44 cubic-foot cargo space out back, features enough space in back for full-size human people (technically, five). For comparison, the V90 has the same amount of rear legroom as a Mercedes-Benz E-Class Wagon (36.9 inches and 36.8 inches, respectively). More on that car later. The level of luxury that Volvo conveys throughout its lineup is rather unparalleled for the money. There are other upscale, lesser-expensive offerings from other brands (premium Ford Explorers are very nice inside; GMC makes awesome interiors; Mazda is absolutely killing it with its price-to-luxury ratio), but the kind of luxury you experience in a Volvo is on another level: the Scandinavian, minimalist approach that is widely loved. High-grade materials, unobtrusive shapes, intuitive and ergonomic controls, an airy cabin — all those elements combine to form a very distinct kind of tangible luxury that I think goes further than straightforward plushness you might find elsewhere.

Technology
I find Volvo’s infotainment system — dubbed Sensus — to be fantastic. Its main nine-inch touchscreen is organized much like a smartphone operating interface, which is to say you swipe from left to right to access different clusters of (digital) buttons and functions. The navigation and media controls, which can be made full-screen or stacked in a modular fashion, are intuitive and pleasant to look at. Further, Volvo’s Pilot Assist technology is superb, as far as semi-autonomous driving is concerned. On a recent trip to the middle of Pennsylvania, pictured here, I drove 10 hours in a single day. In the middle, I spent about six or more hours gallivanting around in the outdoors. I didn’t have any issue whatsoever with concentration or fatigue because Drive Assist, also severely intuitive and well-calibrated for ease-of-use, was able to supplement my driving. Various other manufacturers offer similar tech — Mercedes-Benz Active Steering Assist, for instance — but I find Volvo’s to be smoothest and smartest I’ve tested. It is gentle, unobtrusive, intelligent and suits drivers who are patient, seamlessly orchestrating radar-guided cruise control, lane keeping and blind spot detection as well as passing functions in satisfying harmony.

Capability and Safety
This is where the “CC” come in to play. Beefing up the already splendid V90 station wagon is Volvo’s signature take on all-wheel-drive ruggedness: the Cross Country. Volvo equips their Cross Country vehicles (the V60, the V90’s smaller sibling, was just announced this week) with extra tough cladding where it counts, slightly elevated ride heights and off-road tech like Hill Descent Control, which modulates downward, off-road progress automatically. As you can see, I braved some fields and trails in a V90. It was terrific in all situations, even with all-season tires. A lot of makers offer really great AWD wagons, but the degree of refinement in Volvo’s Cross Country lineup does it for me. Volvo is, of course, an automotive safety standard bearer — say the name and most of us likely think of dorky safety-obsessed dads. The brand calls its current suite of technology aids Intellisafe. Standard on all its cars is a system that identifies, tracks, warns of and automatically avoids (if necessary) vehicles, pedestrians and animals. Pilot Assist, as I mentioned above, can take over driving duties for a few seconds at a time, though it is officially intended as a supplement to your own driving, not a replacement. A high-strength frame, pre-collision tech and more are integrated into the brand’s cars. Styling Subjective, without a doubt. But then again so is this entire argument. I think, though, that if I were to conduct a poll simply asking “Do You Think the Volvo V90 CC Is Good Looking?” I would get a 90-plus-percent positive response rate. I’d put money on that. Volvo design language in its current form is, for my money, exceptional. The lines and shapes and proportions are magical, especially considering that truly gorgeous cars normally cost far more. If you’re an aesthete of any kind and shopping for a new car, Volvo should literally be at the absolute top of your list.

Cost
$60,000 is a shitload of money — it’s the median income of an entire household in the US — and it should buy you something massively significant. The Volvo V90 CC can be very well optioned at around $60,000. Compared to the base Subaru Outback ($26,345), a similar type of car, at just over $52,300, base MSRP, the V90 CC costs twice as much. But for that money, you get a lot more car as standard, so I don’t consider it a really fair comparison. As contributor Tyler Duffy recently pointed out, the Outback is the best value family car by a slim margin. I find it reasonable to think that an “ideal” car should be inherently more premium, like the Volvo. It would be more accurate to compare the V90 CC to its most direct competition, the base Mercedes-Benz E-Class 4Matic Wagon ($63,050), which costs $7,000 more than a similarly equipped V90 CC. I get into the nitty-gritty below but suffice it to say, as both are optioned similarly, the cost delta stays the same at best and increases if you’re aggressive. I want to make two things really clear. First, I am in no way picking on Mercedes-Benz; it just happens to make an honest V90 CC competitor. The E-Class Wagon is a tremendous car, and largely deserves the prestige it garners. Secondly, these are in some fundamental ways, different vehicles meant for different things. The Volvo is for a more reserved and practical person like me; the Mercedes-Benz is for someone with more cash who wants more of a luxe driving experience. But, that kind of drives (heh) home my point. Volvo covers all the necessary bases, and does so really, really well.

Verdict
This is where my argument hinges. In terms of all the points I’ve made up to now and especially in terms of bang-for-your-buck, Volvo comes out ahead; in fact, the Volvo is an actual bargain. Most of that increased price, then, is branding: you’ll simply pay more to have a three-pointed star on the hood of your car than you would the Swedish maker’s emblem. Which is where I suspect you’ll choose to accept or dismiss this argument. It’s just one dude’s opinion, but the V90 CC is definitely my ideal car....



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