offspring
created September 2006

Felix - Drei Jahre


Ein weiteres Jahr ist um und ruft nach Rückblende.

fast drei

Leute sagen: Fun age - und da ist viel dran. Wenn Felix nicht gerade wieder mal durch eine Ungut-Phase ging (oft mit Wachstumsschüben verbunden hatten wir den Eindruck) und unausgeruht daherkam, war er unglaublich lieb, interessiert, und aktiv - wie sicherlich jedes Kind.
Er kann schon so viel, weiss, was er will - auch wenn er oft aus Trotz das Gegenteil verlangt - und man kann soviel Spass mit ihm haben.
An dieser Stelle wieder einige seiner besten:
* “I love you, guys” – zu seinen drei Plüschmäusen (Alfred, Käsezahn und Rattenschwanz)
* "I want don’t" - zeigt so wunderschön die kleinen Machtkämpfe.
* "Sponig" - Honig
* "Vomme Kuh" - Milka-Schokolade
* "Ich möchte das beanhalten" - eines meiner Fahrrad-Trikots, das ihm bis zu den Füssen reichte.

Ein paar Monate vor seinem Dritten hat Felix gut angefangen, Deutsch und Englisch selektiv zu verwenden. Da rutschte ihm also schon mal ein "No' uns gegenüber raus, dem er gleich ein 'Nein' folgen liess.

gerade zwei geworden


Der Herbst vor einem Jahr bescherte viele schöne Tage. Gut geeignet für Zoobesuch und Mithilfe am Gartenbau.

Durch den Winter sind wir gut gekommen. Es gab oft genug genug Schnee zum Schaufeln, die Weihnachtsbeleuchtung hatte mindestens einen Bewunderer und die Bummi-Zeitung kann Felix schon ganz alleine aus dem Briefkasten holen...

Den Bummi schaut sich Felix übrigens mit Hingabe an und Seiten einfach überblättern, um das Zubettgehen zu beschleunigen, geht nicht mehr. Seine Gute-Nacht-Geschichte von Alfred erzählt (mit Jana's geliehener Stimme) ist eine richtige Routine geworden.
Veränderung scheint in diesem Alter überhaupt nicht sehr willkommen zu sein. Zum Beispiel, erst, als es wirklich nicht mehr ging, war Felix bereit, im Frühjahr seine langen Sachen gegen kurze einzutauschen. Aber jetzt weiss er wenigstens, was ‘schwitzen’ bedeutet.
Aber als Felix einmal mitbekommen hatte, dass wir seine Wünsche auch nach dem Zubettgehen in der Regel ernst nehmen, war er im Erfinden von echten und unechten Wehwehchen nicht verlegen. Wenn er am nächsten Morgen wenigstens länger schlafen würde, wäre das ja alles halb so schlimm, aber so bedurfte es einiger Anstrengungen, wieder alles ins Lot zu rücken. An der Ausarbeitung kann's eigentlich selten liegen. Schön durch's Gelände rennen kann Felix ja bei uns.

Rhythmische Bewegungen zur Musik dagegen liessen sein “No” nicht lange auf sich warten. Bis zu “Graceland” bei hundert phon an einem Sonntagmorgen nach dem Frühstück, da sass Felix plötzlich neben mir auf der Couch. Das Gleiche nochmal mit “Peter und der Wolf” und jetzt kommt er immer angerannt..."Was sagen die?".
Jetzt hat er auch endlich seinen Sandkasten. Nette Story dazu: Vorfreude soll bekanntlich am schönsten sein, so habe ich Felix schon am Morgen vom Bauvorhaben erzählt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge musste ich dann mit ansehen, wie er dann, kaum dass ich angefangen hatte, plötzlich mit seiner kleinen Schaufel wartend neben mir stand.
In den Garten lassen wir Felix besser nicht allein (bzw. den Tormechanismus hat er noch nicht 'raus), er latscht ja so schon genug übers Grünzeug :-)
Aber eigene Möhren, Radieschen, Erdbeeren und dergleichen putzt Felix fleissig weg.

Besonders wenn Besuch kommt kann es auf der Kletterburg hoch her gehen.

~ Day Out With Thomas ~
So richtig glücklich war Felix nicht, im grossen Verkaufszelt. Entweder war im klar, dass er nicht alles haben konnte, oder er konnte sich schlicht nicht entscheiden, oder er war einfach überwältigt von der Erkenntnis der Unendlichkeit an Thomas-und-Freunden-Spielzeug.
Wir haben jedenfalls versucht, schnell etwas passendes herauszusuchen, und dann das Hauptereignis des Tages, eine Fahrt mit Thomas, Annie und Clarabel, aufzusuchen.
Das war dann auch schon viel besser: Jana konnte kaum mit Felix Schritt halten, als Thomas mit Signal in den Bahnhof einfuhr.
Als dann wieder während der Fahrt das Signal von Thomas ertönte, war Felix ganz aus dem Häuschen.

Thomas-Videos sind natürlich auch immer mal wieder auf der Tagesordung. Zu seinem Setup im Schaukelstuhl gehören dann eine Fussdecke, Fuchsi, Knabberli und was zu trinken...

Zum Popfest Ende Juni in Columbus war es nicht zu heiss, die Bands und das Orchester haben fleissig gespielt, und Felix hat mehrere Ballons steigen lassen.

Apropos Columbus: Janas Wege führen auch oft am Cummins Tech Center vorbei. Aufsteigender Dampf von den Höhenprüfständen war immer die Erklärung für den Verbleib des Papas tagsüber. Als eines Tages die Arbeit nun mal ruhte, hiess es folgerichtig: “Papa heute nicht dampfst!”


Einmal war Felix auch tüchtig krank. Eine Woche lang ging es ihm nicht gut, er ass kaum und schlief viel. Aber den Gewichtsverlust hat er schnell wieder wettgemacht.

Unsere Woche am Lake Michigan wollen wir natürlich auch nicht vergessen...

Reisen geht mit Felix ja jetzt auch immer besser. Während der Fahrt kann er sich auch mal gut allein beschäftigen und die für ihn improvisierten Schlafplätze im Hotelzimmer bereiten ihm auch keine Probleme.

Es gibt noch so viele schöne oder anderweitig errinerungswürdige Zeiten mit Felix , aber alle haben wir sie uns natürlich nicht ge- oder vermerkt. Ohne Bilder müssen ohnehin die meisten auskommen.
Zum Beispiel:
Über seinem Bett haben wir ein Nachtlampe in Mondform angebracht. In "Bear and the Big Blue House" gibt es einen Luna. So wollte Felix diese Lampe aber nicht bezeichnet wissen ("No!"), also nannte ich sie kurzerhand "Buna" - und seitdem ist das Buna.
Oder:
Als Baby hat Felix zum Stillen während des Herandrückens an die Brust auch immer seinen Kopf immer hin und her geworfen. Wir haben so gelacht, als wir das hin und wieder gesehen haben, wenn er offensichtlich Heisshunger hatte und ein paar Sekündchen warten musste bevor es etwas gab.
Oder:
Die Nachbarskinder (12, 11 und 5 - und bald 0) meinen es gut mit Felix. Was uns eine Menge Überzeugungsarbeit gekostet hätte, haben sie ganz einfach bewerkstelligt: die Rettungsweste übergeworfen, ins Paddelboot gehievt und schon waren sie auf Nachbar's See. Zeit, sich nach Mama oder Papa umzuschauen, blieb nicht viel und los ging’s. Am Ende des Tages war das dann das Grösste - neben dem (fake)Angeln...

Na ja, und Felix' dritten Geburtstag haben wir fein gefeiert, mit Torte (von dem er drei Tage lang das ganze 'icing' abgekratzt hat), mit einem Teil der Grosseltern und mit Freunden.



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