offspring
created September 2007

Felix - 4 Jahre


Wo sollen wir anfangen. Es war ein intensives, ein phasenweise sehr schwieriges, aber auch zuweilen dauerhaft schönes Jahr für und mit Felix. Mehr noch als das Jahr zuvor, haben wir viel miteinander gelernt und zuwege gebracht. Es ist einfach so 'rewarding', Felix Neues zu zeigen, Zeit mit ihm zu verbringen, ihn zu überraschen. Natürlich ist jeder Rückblick auch jede Menge Verklärtheit. Erziehung verlangt Zeit und Geduld und ging nicht immer ohne gehörige Reibereien ab.

fast vier

Wenn wir ihn fragen, "Felix, weisst Du was Du bist", schmunzelt er und ruft: "Ein Schlingel!"
Genauso. Aber was für ein lieber.
mit knapp über drei
Sehr anfordernd war das Thema: Who’s the boss? Es heisst: “Toddlers want to be in charge of their world, so their refusal to do things is all about control, control, control. He thinks he’s calling the shots."
Jana und ich sind natürlich auch nicht immer die Mustereltern und manchmal ist auch einem von uns eben der Geduldsfaden gerissen. Zum Beispiel das Aufwärmen der Milch: Fragt man ihn nicht, gibt's Ärger. Fragt man ihn und bereitet sie nach seinen Wünschen, gibt's auch Ärger, weil er genau das Gegenteil will. Dagegen noch harmlos das "Kommando zurück" nachdem er nach dem Baden alleine ins Schlafzimmer gelaufen ist, ihm dann aber einfiel, dass er ja getragen werden wollte... Da gäbe es noch tausend andere Beispiele. Aber, alles nur Phasen, und am Ende fast vergessen, wenn nicht die kleinen Aufzeichnungen wären. Und sowieso, wenn der kleine Kerl vertrauensvoll seine kleine warme weiche Hand um unseren Nacken legt.

An dieser Stelle dann erstmal wieder einige seiner besten:
* "Der Mann ist auch drei Jahre!" - zu "September" von Green Day im Radio
* "Ich habe den Ball gehit" - Mit der Fliegenklatsche auf den Ball
* Ich: "Wir sind ein Team." Felix: "Ja, Du bist ein Team und ich bin ein Team.”
* "Mein purple Auto ist purple."
* "Da sind Leute und Mädchen."
* "Hotdog get’s a say" - Zum Buchtitel "Groundhog Get’s A Say"
* "Nein, will ich gar nicht." - Die Gründe kennen wir ja inzwischen.
* Felix: "Komm!" , Wir: "Wie heisst das?”, Felix: "Schnell!"
* "Guck, da ist Wasser, das läuft zum Lake Michigan." - Noch vor Indianapolis auf der Fahrt zum Lake Michigan
(dem er schon ein "Wir kommen zu spät zum Lake Michigan" vorausgeschickt hat)

Mit den zwei Sprachen klappt es inzwischen recht gut. Felix weiss gut zu unterscheiden. Wahrscheinlich werden wir uns noch Mühe geben müssen, dass er sein Deutsch behält.
Ein paar lustige Spachschnitzer waren bzw. sind:
* in "up slide down" ist eindeutig ein 'l' zuviel
* "Ich wunder mich" - von "I wonder" anstatt "Ich frage mich"
* und anstelle eines 'ich brauch' tut es für ihn immer noch ein "ich brauf"


Dann zeitreisen wir mal durch das letzte Jahr und erinnern uns zuerst an unserem Urlaub im Death Valley. (Die ganze Story gibt's natürlich unter 'Reisen'.)


Der Winter war wieder einer.

Weihnachten, Fest für Kinder.
Zuckerbäcker, Thomas The Tank Engine, und Schmökerstunde.

Irgendwann wollte er wissen, was wir da immer so am Computer machen. Damit er auch wirklich selbst was tun kann, haben wir ein Matching Game geladen...

Und dann war da noch das Wetterradio, sein Isaac Kostüm, hin und wieder seine Eisenbahn, und natürlich seine (deutschsprachigen) Videos.


Viele Fotos und Videos sind beim Fingermalen entstanden. Der Meister hatte aber auch alle Hände voll zu tun.


Eines müssen wir ihr lassen, der Nikki, sie hat viel mit Felix gebastelt. Lustig, als wir mal mit einer normal kleinen Rolle Klebeband anrückten, hat Felix protestiert, dies sei kein "tape", bei ihr wurde mit anderen Dimensionen gearbeitet.


Von uns hat er's nicht, kein Zweifel, aber Felix mag Soccer, Fussball.
Ball und Schuhe hat er zu Ostern bekommen und immer mal wieder rappelt es ihn zu spielen. Tore werden wir vielleicht noch besorgen, mal sehen.
Nicht immer lief alles nach seinen Regeln, klar. Und der Schiedsrichter wollte einfach nicht an's Telefon...

Apropos Sport, über die Sommerferien hat er eine Woche lang das Basketball Camp besucht.

Vor August wurde es auch selten zu heiss, so dass draussen viel anzufangen war.


Felix mag die Mallory, sagt er, und hier sieht's auch so aus. Die Schrammen an seinem Unteram müssen halt von einem Missverständnis stammen.




Auf unserem Bett turnt es sich nun mal am besten; und einmal auf dem Rücken ins Bad hiess immer auf dem Rücken ins Bad...


Manchmal war es so leicht zu guten Bildern zu kommen. Hier hat er sich eine Honigmelone geschnappt und auf einer Couch bequem gemacht.


Wir versuchen ihm langsam die Bedeutung und den Umgang mit Geld beizubringen. Er hat ein kleines Portemonaie und ein Sparschwein. Bei unseren regelmässigen Besuchen im Buchladen darf er dann halt immer ein paar Cent beisteuern. Einmal hat er sich ein Kuscheltier ausgeguckt. Wir haben ihn Gustav (Klimt) getauft. Und manchmal hat er Gustav so verstaut, dass er schon auf ihn wartete, wenn Jana mit ihm von der Day Care nach Hause kam.
Einmal zu Gustav (Jana): "Gustav, sag was." Jana: "Häh?" Felix: "Watch this." - und macht irgendein Kunststück.


Und hier auch wieder ein paar unbebilderte Stories:

Mit seinem Playdate Donivan (nennt ihn immer 'Donoman', worüber sich dieser mal fürchterlich aufgeregt hat) werden die Wortschätze geplündert: „That’s a good idea.“
Wenn er seinen Namen schreibt, macht er erst ein grosses F und setzt die anderen Buchstaben 'drum herum.
Und wenn wir gemeinsam ein Buch anschauen, hat er noch lange Zeit immer oben rechts angefangen.
Ein paar Tage vor seinem Vierten haben wir seiner zukünftigen Preschool (Cummins Child Development Center) einen Besuch abgestattet: Mal die Einrichtung angucken, Felix' neue Gruppe kennenlernen, ihn langsam vorbereiten. Kommen in die Empfangshalle und das erste was er sagt: "Awesome or not. Here I come." Wir waren mächtig verblüfft ob dieser 'confidence'. Im Spielzimmer war er zwar zunächst sehr zurückhaltend, aber dann hatten die anderen Kinder Dinos zum Spielen und Felix hat gezeigt, wie er auf einem Bein stehen kann.


In die Music Class ist Jana mit ihm auch regelmässig gegangen. Zum Mitsingen und Instrumentieren war er allerdings nicht zu bewegen. Spurlos ist das natürlich trotzdem nicht an ihm vorübergegangen. Zum "Twinkle Litte Star" hat er dann später mit dem Fuss den Takt geklopft.
Und hier: allabendlicher Audio System Operator.


Und weil es gar zu schön ist, noch ein paar Schnappschüsse von seinen diversen Aktivitäten:


Und wie im letzten Jahr waren wir wieder ein paar Mal an unserem See, dem Lake Michigan, diesmal in der Nähe von New Buffalo. Da gibt's auch ein kleines Eisenbahnmuseum.


Und zum Geburtstag gab's das übliche Programm: Geburtstagskuchen und Kerze ausblasen. Aber zwei Bissen nur und dann war wieder die Eisenbahn an der Reihe.


Und ein paar Stunden später waren wir schon wieder am Lake Michigan, New Buffalo nocheinmal.
Das Wetter war perfekt und der Badespass ungetrübt (nur leider mussten wir T & F zu ihrem neuen Start in Japan verabschieden).
"Hmm. Bei den Mädels das letzte Mal sah das alles viel einfacher aus."



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