offspring
September 2008

Felix - 5 Jahre


Felix’ fünftes Lebensjahr war ein ausgeprägt freundiges Jahr. Das vielleicht grösste 'Achievement' war sein enormer Zuwachs an Toleranz und Akzeptanz und auch fast alle Allüren hat er abgelegt. Mitunter durften ja Jana und ich früher keinen Spass machen, nicht mit dem Fuss zur Musik wippen oder was auch immer, um nicht Anstoss bei ihm zu erregen, aber das hat sich radikal geändert. Felix ist aufgeschlossener geworden, ist unbeschwert, geht gern in den Kindergarten und macht klar, dass er nicht mehr 'gepampert' werden möchte, ist stolz, dass er der ältere Bruder ist.


Felix ist ein verdammt lieber Kerl, im allgemeinen sehr höflich, und er hält sich gern an Regeln. Auf meinen Tipp, vielleicht doch mal zurück zu knuffen wenn ihm im Kindergarten ein Spielzeug weggenommen wird, erwidert er, dass es heisst: "Use your words".

Bevor wir also durch’s Jahr wandern, wieder erstmal einige seiner Besten:
* Das ist verhaupt nicht so.
* Das gefällt mir aufbedeutlich besonders.
* Ich: Felix, kann ich Dir mal was sagen? F: Was? Ich: Ich habe Dich ganz doll lieb. F: Das weiss ich schon den ganzen Tag already."
* F: Als Du ein kleiner Junge warst, warst Du auch ein alter Butternascher? Ich: Weiss ich nicht. F: Ich auch nicht.
* F: Papi? Ich: Hier ist er. F: Wer?
* Käpt'n Kirk (Ich) mit dem Nutellabrot in der Hand: Wo ist der Landeplatz? F: Mach de Klüsen off! - Hat er natürlich von uns
* Bunte Staaten - Bundesstaaten
* Gas bag - Benzinkanister
* I'm the engineer - Muss von "Thomas The Tank Engine" kommen
* Erdweben - Zum Beben in South East Indiana in der Nacht vom achtzehnten April


Unsere grosse Jahresreise führte uns dieses Jahr ja im Oktober nach Deutschland, für Felix das erste Mal.
"Da geht's nach Deutschland".

Der Herbst war wieder schön, hat sich allerdings als zu kurz angefühlt, aber das lag wohl eher an der Menge Arbeit.
Wir sind jedenfalls gerne draussen.

Schnee hatten wir wieder, auch um Weihnachten war es weiss.
Und zugegeben, zum Zeitungholen am Wochenende hatten Jana oder ich auch mal keine Lust...

Natürlich haben wir wieder Plätzchen gebacken zum Weihnachtsfest - vom Teig der vom Naschen übrigblieb - und die Geschenke werden irgendwie immer grösser.

Innenaktivitäten, der Frühling kommt eben erst wenn er will.
Auf der Suche nach Lobster (Scorpion) Macaroni and Cheese
(Leibgericht)
Ja, Felix, ich weiss, dass die Mami hinter mir Faxen macht
An der Waschmaschine Im (Pappkarton-)Schacht Kranführer

Achtzehnter Februar, nun ist Felix der grosse Bruder.
Schwer, nur ein Bild zu filtern. Schwerer, nicht ein Freudentränchen zu verlieren.


Ostern zog uns wieder mächtig in seinen Bann.



Bubble Hunt.

Felix malt gern. Hier ist eine schöne Reflexion.

Wir sind von seiner Handfertigkeit begeistert. Zum Beispiel, einmal konnte er ein Knex-Bauteil nicht mehr finden. Beschreiben konnte er es nicht, aber skizzieren und ausschneiden.

Und weil wir schon mal dabei sind, Felix mag besonders Lego. Er baut zuerst gern nach Anleitung, und stellt sich dann tolle Kreationen zusammen.
Angefangen hat die ganze Lego-Geschichte mit kleinen Race Cars und endete vorerst mit einem Katapult mit kleinen Figuren aus der Castle Serie.
Und was schon immer Spass machte, konnten wir jetzt gut ausbauen: Die Spielzeugnamenvergabe. Da hätten wir also:

* Bogumil, der schwarze Knochenmann
* die Sansibar-Brüder, Jimmy und Timmy, die zwei grüngesichtigen Gesellen
* Blödbolt, der weisse Knochenmann
* Erik, der Wikinger (natürlich)
* Hinz und Kunz, aber die können wir nicht mehr zuordnen

Bevor die Sommerschwüle zuschlagen konnte, haben wir noch den National Camping Day ausgerufen - bei uns im Garten. Geschlafen haben wir noch nicht im Zelt (im guten alten DDR-Pouch), aber von nichts kommt ja nichts.
Zeltaufbau im Schlafanzug, mit Winterstiefeln, und den Schlafsack im Rucksack Besitznahme Schattenmonsterspiel

Fröschefangen war öfter mal angesagt - und auch mal Freilassen.

Der Sommer war angenehm unspektakulär, anfänglich sogar eher zu kühl, um an den See zu fahren.
Kegeln ist eine Kunst, auf die sich nur wenige verstehen
(lt. FK Wächter)
Nein, man kann nicht zu viele Kuscheltierchen haben Theater im Garten "Guck mal, ein Würmchen" Plünderer

Wenn der Henry nicht zu viel und laut schreit, hat ihn der Felix gern - umgekehrt sowieso.

Seine Zweisprachigkeit hat er übrigens inzwischen voll im Griff, d.h. er kann genau unterscheiden, hält z.B. am Telefon mit den Grosseltern kurz inne, um sich bei uns nach einem Begriff in Deutsch zu erkundigen, so dass wir jetzt mit dem gezielten Ausbessern der Grammatik beginnen können.

Ende Juli haben wir dann unseren Ausflug zum Lake Michigan unternommen, und zwar diesmal an die Silver Lake Dunes.

Und weil es so schön ist, eine abschliessende Felix-Porträtserie muss noch sein:

Sein Geburtstag also. 5 Jahre.
Kinder aus seiner Kindergartengruppe zu Besuch, Sonnenschein, Seifenblasen, Rumgeflitze, Geburtstagskuchen.
Und Lego - schon am frühen Morgen.



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