offspring
Februar 2012

Henry - Vier Jahre


Zunächst einmal, wir haben ihn herbei gesehnt, seinen Vierten, hoffen wir doch, unseren Henry endlich weniger jammern zu sehen. Soll heissen, das Jahr war nicht immer einfach. Vielleicht erhoffen wir auch zu viel.

Jedenfalls ist Henry auf dem richtigen Weg und dieser Rückblick rückt einiges wieder zurecht und offenbart auch haufenweise schöne Zeiten.

Henry versteht jedes gesprochene Wort in Deutsch, hat sich aber weitgehend geweigert in etwas anderem als Englisch zu reden. Öfter als Felix in diesem Alter geht er in eine Kindertagesstätte, und das macht es ihm natürlich nicht leichter zwei Sprachen zu lernen. Eine Zeitlang haben wir ihn mit "so sagen es die Grosseltern" locken können, aber erst kurz vor seinem vierten hat er angefangen, aus eigenen Stücken ein paar deutsche Worte zu verwenden. Dabei entstanden umwerfende Kreationen und das führt uns gleich mal zu seinen Besten des zurückliegenden Jahres:

* You have to be gucken.
* Short snitt ('Schnitt')
* ...then I have the Nase voll.
* That's not for schlucking down.
* Look at that crazy stuff. - zum ersten Schnee des Winters
* Enough already! - auf dem Weg zum Kindergarten, er war jetzt oft genug da
* capses - Mehrzahl von 'cap', und nach dem gleichen Prinzip: boatses
* shipspace - spaceship
* Bioncle - Bionicle
* Mmh, ist so gut die Honey.
* Eumeuse - was früher mal die 'Amos' war, also die Ameise

Rückblick also. Das Frühjahrswetter war sehr wechselhaft und Regen gab es immer genug.

Ostern war mächtig trüb, aber wen stört's? Die Körbe wurden voll und wie der Osterhase auf die Insel kam, hat die Kinder noch lange beschäftigt. Für mich zumindest und erst recht wenn sich die Jungs hoffentlich mal daran erinnern, war die Kanufahrt der Höhepunkt der 'Easteregg hunt'.

Wie eingangs erwähnt, war Henny mitunter sehr launisch. Zwar nicht einfach zu bewerkstelligen, aber zumndest gab es ausreichend Gelegenheit für entsprechende Bilder.

Henry's Verhältnis zu Tieren ist eher keines, ausser eventuell zu unserer Mallory. Vielleicht deswegen liess sich die zugelaufene Katze nicht von ihm beeindrucken.

Mag es die Vorbildwirkung des grossen Bruders oder mangelnde Erfahrung sein, Henry nimmt jedenfalls keine Rücksicht auf Verluste und geht immer in die Vollen. Keine Schaukel ist vor ihm sicher und so hoch wie alle anderen kann er schon lange.
Klar, dass Henry dann auch mit auf das Traktorchen wollte.

Auf jeden Fall wollen wir das Eis zu meinem Geburtstag nicht vergessen.

Auch dieses Jahr hatten wir ein paar gute Tage am Lake Michigan, und zwar mit einer Nacht in Chicago (wir hatten Papierkram zu erledigen) und zwei Nächten am See im Ferienhaus. So ein Trip ist zwar immer ein ganz schöner Aufwand, aber am Ende wollen wir die Zeit nicht missen.

Diese Brüder: Alleine wollen sie nicht und zusammen können sie nicht, aber es wird besser.
Und oft auch: Erst wollen sie nicht raus und dann nicht wieder rein, aber was los ist immer.
Wenn es Felix auch zuweilen mächtig nervt, ob Lego, Computer, Kunststücke auf der Schaukel oder das Klavier, er ist nun mal der grosse Bruder und Vorbild für Henry und dieser hängt sich wo es nur geht an ihn ran.

Herbst. Eine Handvoll Blätter genügen...

Und die Jungs erinnerten sich noch ganz genau die Zeit vor einem Jahr: Als es wieder soweit war, haben wir alle wieder den Mais-Irrgarten gestürmt.

Rechtzeitig für die schönste Jahreszeit des Jahres hatte ich ja dann auch das Baumhaus fertig. Zumindest soweit, dass wir darinnen gemütlich Kaffee trinken und leckeren Kuchen essen konnten.
Und oft haben wir uns danach noch war ein Lagerfeuer angeschmissen. Erst Quesadillas serviert zu bekommen, dann Marshmallows zu rösten, und zum Schluss mit der Glut rumzukokeln sind doch hoffentlich unvergessliche Freuden für die Jungs.

Zu Halloween haben wir uns diesmal mit Nachbars getroffen und zusammen im Children's Museum in Indianapolis waren wir auch.

Weihnachtliche Vorfreude. Plätzchen naschen und backen und naschen. Für Henry aber auch ernsthafte Arbeit als Josef im Krippenspiel in seinem Kindergarten. Das Singen hat Henny dann aber getrost den anderen überlassen, rumstehen muss reichen.

Weihnachten.

Der Winter ist in Indiana dieses Mal weitgehend ausgefallen.
Felix haben wir aber wieder in der Eishalle Schlittschuh laufen lassen. Wir dachten, Henry wäre auch so weit, aber nach zwei Einheiten und ausreichend Hinfallern hatte er genug.

Geburtstag.
Die Aufregung liessen weder Henry noch Felix lange schlafen. Geschenke auspacken in aller Früh. Aber die Geburtstagstorte gab's erst am Nachmittag, wie bei seinem Bruder mit Transformer übrigens, was sonst.

Gesagt, dass er jetzt vier Jahre ist, hat Henry ja schon einmal. Dass muss dann aber auch reichen, und zwar für ausnahmslos alle die es wissen wollen.

Alles Gute für das neue Lebensjahr, Henry.



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