reisen


Suedwesten USA
Mai/Juni 2002

White Sands National Monument
(eine Nacht - zweimal Sonnenuntergang, einmal Sonnenaufgang; letzte Station dieser Reise)


"White Sands is a place that plays tricks on your imagination."


Im Gegensatz zu unseren Trips rund um's Colorado Plateau, haben wir fuer White Sands zu Beginn unserer Reise nicht zuviel in Vorstellungen ueber diese Landschaft investiert. Getroffen hat uns ihr Anblick umso mehr. Schnee im Sommer. Alles so unwirklich. Faszination, aber auch Unbegreiflichkeit machten sich breit. Immer wieder Kopfschuetteln ueber diesen weissen Sand…

Wir kamen an, als gerade die Sonne unterging.

Un dann diese Landschaft im (Neu)Mondlicht - unbeschreiblich.
Wir haben uns selbst wie auf den Mond versetzt gefuehlt.



Uebernachtet haben wir im Park (3 bucks fuer den Platz, ohne Wasser) - zu allen Stunden also mitten in der Wueste. Am naechsten Morgen waren wir natuerlich weit und breit die einzigen, die der fruehen Erhabenheit gewahr wurden.

Reinheit von Licht und Sand.



Frische Morgenluft, die Nachtkuehle unter den Fuessen und goldenes Streiflicht waehrend unserer morgendlichen Wanderung...

All the matter is sand.


White Sands - "a world reduced to the essentials of sand and sky."


Wir haben es hier ja nicht mit ueblichem Quarzsand, sondern mit beinahe purem Gips zu tun.


In einem Buch ueber White Sands fanden wir spaeter beschrieben, was wir in diesem Moment gefuehlt haben: "The blue mountains on the horizon, like silhouetted cutouts, help you keep your bearings."


"Everything seems artful and deliberately composed."



Die Spuren der Nacht:

Life must be read in signs.


Wir haben uns jedenfalls schoen ausgetobt: Sehen und gesehen werden



Auf den mit weissem Sand belegten Strassen fuhren wir unwillkuerlich sehr vorsichtig :-)


Der Tag war natuerlich seeehr heiss. Schatten ist nur unter dir selbst und nur die 3% Luftfeuchte liessen uns ueberhaupt auf die Idee kommen, das Auto zu verlassen.

Aber andere schaffen das ja auch:


Am Abend waren wir nochmal auf "Spurensuche":

"Curved ridges, formed when groundwater lightly cements sand grains together, are exposed when the rest of the dune blows away."


Randnotizen:
Leider befindet sich in der Naehe die Holoman US Air Force Base und nur ca. 50 Meilen weiter noerdlich auch die Trinity Site, wo im Juli 1945 die erste Atombombe gezuendet wurde. Der Staat hat halt dieses Gebiet zum Nat'l Monument erklaert, so dass Zivilisten auch was vom weissen Sand haben. Am Abend waren jedenfalls Jagdflieger und auch die Leuchtspuren von Raketen/Geschossen zu beobachten.

Das hiesige Visitor Center wurde ganz im Pueblo-Stil durch fruehe ABM (Arbeitsbeschaffungsmassnahme)-Kraefte gebaut ('36-'38) und ist ein Schmuckstueck.

Achtung, die Border Patrol ist recht aktiv und hat diverse Kontrollpunkte auf den Strassen installiert (Mexico ist nicht weit). Papiere dabei haben! Alle Papiere…!





So what?! That is it!



Let's see, what we do next!