reisen
Suedwesten USA
Mai/Juni 2002

Hinreise
(2 Naechte)

Wir sind ja erst spaet weggekommen. Urspruenglich sollte es ja bereits am Donnerstag am fruehen Nachmittag losgehen. Aber da habe ich immer noch am Auto gebastelt, bis spaet am Abend. Aber so war Tanja dann noch auf einen Sprung bei uns und hat uns suessen Reiseproviant vorbeigebracht.
Am Freitag frueh dann die letzten Handgriffe (z.B. Rollos an die Seitenscheiben der vorderen Tueren) und das Packen, so dass wir gegen Mittag um eins losmachen konnten. Aber wir hatten ploetzlich irgendwie die Ruhe weg, weil trotz unseres grossen Reiseplanes vier Wochen Entdeckungen vor uns lagen, von denen wir eigentlich nur das erste Ziel (Arches NP) fest im Visier hatten. Noch den Kilometerstand notiert und los ging's.
Klasse, ich hatte schon seit dem Vorabend Urlaub, es war Freitag Mittag, alles war geschaeftig, aber wir hatten keine Aufgaben und Verpflichtungen vor uns. Wir hatten nicht mal eine genaue Vorstellung, wie lange wir nun wirklich fuer die Strecke bis zum ersten Nationalpark brauchen wuerden. Und so sind wir los und haben geschaut, wie weit wir kommen wuerden. Und es ging ganz schoen weit an diesem Nachmittag: von Michigan ueber Indiana und Illinois bis zur Mitte von Iowa (DesMoines). Ungefaehr fuenfhundertundsiebzig Meilen auf I-94, I-80, I-76 und I-70 ueber achteinhalb Stunden - und bei Davenport den Mississippi ueberquert.
Es fing zwischendurch an zu regnen und so haben wir einfach Meilen "geschruppt". Auf einem Interstate-Rest Area haben wir uebernachtet. War 'ne ruhige Nacht, weil muede, trotz Interstate-Laerm und Regengeprassel.

Am naechsten Morgen erstmal Fruehstueck bei McDonald's, dann haben wir bei Omaha den Missouri ueberquert, haben Denver passiert und sind schliesslich in die Rockies gezogen. Insgesamt siebenhundertundsechzig Meilen und ungefaehr dreizehn Stunden unterwegs gewesen - Iowa, Nebraska, Colorado und Ankunft in Utah.

Nicht so viel los in Nebraska...
In Ogallala :-) an einem echten Truckstop pausiert - und einen geschmolzenen 12V Steckdosenverteiler (fuer die Kuehlboxen) ersetzt.
Die Trucker wissen uebrigens genau, wann sie Gas geben duerfen - dann aber auch ordentlich: erlaubte 75 mph bedeuten fuer uns (und die meisten anderen) 80 mph (knapp 130 km/h). Wenn dann aber bei dieser Geschwindigkeit noch die Trucks an dir vorbeiziehen, "rappelt's im Karton"...
Die Fahrt in die Rockies ueber steile und langgezogene Serpentinen war beeindruckend, aber dem V8-Saugmotor ging dabei ganz schoen die Puste! Aus siebzig am Tempomaten wurden nur noch gute fuenfzig. Da lieb' ich mir doch einen Turbo... Dieses Problem war im Colorado-Plateau natuerlich immer mehr oder weniger praesent. Statt Minimum siebenundachtzig Oktan wird dann sogar nur fuenfundachtziger "Klingelwasser" angeboten.
Wir haben in Frisco, mitten in den Rockies, einen schoenen Campingplatz im Pike National Forest gefunden. Dort lagen noch Schnee-Spots und die Nacht war saukalt, aber: herrlich frische Luft. Haben kurzzeitig ueberlegt, ob wir nicht einen Abstecher in den Rocky Mountain NP machen sollten, aber uns zog es zu Sandstein, hoeheren Temperaturen und blauem Himmel. Frisco liegt uebrigens auf knapp 2800 m Hoehe und soll mehr Sonnentage als San Diego oder Miami haben. "Enjoy the high altitude attidude."
Rockies

Am naechsten Morgen: Nach dem Aufstehen Stopp in Avon bei Starbucks Coffee... und uns ging es besser. Die duenne Luft und der schnelle Aufstieg am Vorabend hatten ja leichte Kopfschmerzen verursacht. Nach der kalten Nacht waren wir dann froh, wieder in waermere Gefilde "abzusteigen". Und langsam blinzelte uns auch der erste rote Stein an.

Nach weiteren zweihundertundachtzig Meilen erreichten wir dann Arches Nationalpark. Aber das ist schon der naechste 'Klick'...