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Apostle Islands
1 Nacht

Lake Superior...

Wie gut, dass wir an der Little Sand Bay geblieben sind!


Der Himmel zog auf und wir gingen sonnenbaden. Zu kalt zum Schwimmen (natuerlich - keine zehn Sekunden konnten wir die Fuesse ’reinhalten), aber warm der Sand und 75F im Schatten – und menschenleer der Strand...


Eigentlich wollte ich Naiver die Apostle Islands im Norden Wisconsins eventuell auch ein wenig per Kanu erkunden. Aber nicht bei diesem Wellengang. Es waren doch ueber einen Fuss hohe Wellen, die uns (dreien) Ungeuebten sicher nicht viel Freude bereitet haetten. Dennoch, bei ruhiger See muesste die eine Meile am Ufer entlang zu den Sea Caves, Hoehlen in der Sandsteilkueste, zu machen sein. Jedoch, der Lake Superior ist bekannt fuer seine sich schnell aendernden Wetter- und Wellenbedingungen. Na ja, vielleicht ein andermal.

Der Nachmittag am Strand verging schnell bei Lesen, Tippseln und Wegnicken.
...wozu braucht man schon Palmen?

Als es frisch wurde, haben wir uns auf den Campingplatz zurueckgezogen. Jana hatte die tolle Idee gehabt Kartoffeln zu kaufen, die wir wie frueher (als wir mit unseren Eltern zum Camping fuhren) einfach in der Lagerfeuerglut gegart haben. Und passend hatten wir uns ja schon kurz vor den Apostles mit geraeucherter Forelle eingedeckt.

Sonnenuntergang gab’s auch noch...


Noch was zur Herfahrt. Nach T.R. schlug die Praerie wieder voll zu. North Dakota. Flach und flacher. Toll.
In Bismarck haben wir in einem Autobahn-Restaurant Mittag gegessen. Neben uns sitzen zwei aeltere Herrschaften. Die Bedienung unterhaelt sich mit ihnen, als wir ploetzlich Wortfetzen in Deutsch vernehmen: „...quatschen sich tot...“ und „Pfennig“. Am Buffett stand auch was von „Kuchen“ statt Cake. Schliesslich kommen wir mit der Bedienung ins Gespraech. Klar, viele ehemalige deutsch(sprachig)e Einwanderer, siehe Ortsname. Soviel, dass sich sogar in der Umgangssprache noch etwas Deutsch erhalten hat. Eine andere eilig herbeigerufene Bedienung hat stolz berichtet, dass ihr eingewanderter Grossvater in der Cowboy Hall of Fame aufgenommen wurde.

Die Einfahrt in Minnesota war eher ein Eintauchen. Wie im letzten Jahr ueberrascht uns das (waehrend unserer Abwesenheit herangewachsene) Gruen massiver Laubwaelder. Freude auf zu Hause kommt auf. Und zwischendurch blitzen immer wieder und verstaerkt kleinere und groessere Seen auf: truly - Land O’Lakes. Hier koennen sich nachweislich noch die Biber beim Daemmebauen austoben.

Die Strecke von Theo Roosevelt bis Apostle Islands war vernuenftigerweise nicht an einem Tag zu machen. Also Zwischenstopp auf einem der zahlreichen Campingplaetze an der Strecke. Unruhe und Muecken, die sich eingeschlichen haben, treiben uns sehr zeitig an diesem Tag hoch.


Zurueck zu den Apostles.
Kurz nach dem Zubettgehen hoeren wir dann ploetzlich die Muelltonnen kippen. Am naechsten Morgen sehen wir allen Muell verstreut. Von unseren Fischresten war nix mehr da. Schwer zu glauben, dass sich ein Baer von den Inseln auf’s Festland verirrt hat – Baerenwarnung gab es keine – aber schafft das ein Waschbaer?

Vor der richtigen Weiterfahrt haben wir noch einen Zwischenstopp beim Ol’ Woodcarver eingelegt: seine riesigen Skulpturen waren Schuld.
Der alte Herr hat sich auf ein nettes Schwaetzchen mit uns eingelassen, waehrend wir seine Totem Poles (bis zu 12 ft. und mehr auf Bestellung) bewundert haben. Er hat sie ziemlich „verzeitgeistlicht“ – um sie loszuwerden, aber „original“ macht er auch noch – liebend gern.


Ok, nach einigem Hin-und-Her-und-wie-nun-weiter haben wir uns auf den Weg nach Michigan gemacht.
Eine Nacht auf der UP soll bzw. muss es noch werden.

C U in Michigan.



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