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UP, Rueckreise und Nachlese
1 Nacht

UP

Die Dame im Michigan Welcome Center hatte uns zunaechst falsch verstanden und wollte uns was ueber Museen ’raussuchen, aber schliesslich hatte sie doch noch einen abgelegenen See und Campingplatz fuer unser Zielgebiet um Marquette ausfindig gemacht: Craig Lake (State Park). Aber, um es vorweg zu nehmen: Never ever go camping in May! Fliegen und Muecken haben uns vertrieben. Dabei liess sich die Sache traumhaft an: mehrere kleine, zum Teil zusammenhaengende und zerklueftete Seen mit Inselchen liegen weitab der vorbeifuehrenden Bundesstrasse. Der Weg dorthin erfordert unter schlechten Wetterbedingungen sogar 4x4. Jedoch war der Craig Lake selbst dann nur ueber einen zusaetzlichen zehn minuetigen Fussmarsch erreichbar (vornehmlich fuer Backpacker). Wir wollten aber natuerlich unser ganzes Gelumpert dabeihaben. Also sind wir wieder zu dem See zurueckgedudelt, den wir unterwegs schon fuer den Craig Lake gehalten hatten. Doch schon zwei Sekunden nach dem Aussteigen werden wir Opfer der Insekten. Um den Mosquitos zu entgehen, werfen wir das Boot in den Teich und uns hinterher – in der Hoffnung, nach Wiederanlandung und fortgeschrittener Stunde weniger der Plagegeister vorzufinden.
Die Seefahrt, die war lustig...
...und dem Biber schien es dort auch zu gefallen.
Aber unsere Hoffnungen sollten sich nicht erfuellen. Es blieb nur die wirklich ueberstuerzte Flucht. Die Viecher, insbesonders die Black Flies, haben gestochen und gebissen was das Zeug hielt. Wir suchen immer noch nach einer Erklaerung, wie das andere Camper und Einheimische aushalten. Also ab zu einem wunderschoen zubetonierten Stadt-Campingplatz mit Strassennaehe – direkt nach Marquette. Dort wurden wir gluecklich. Spaet, aber noch vor Einsetzen des Regens bringen wir unsere Kartoffeln in die Glut und in den hungrigen Bauch.


Rueckreise

Vom Aufstehen bis zur Ankunft zu Hause hat es dann am naechsten und damit letzten Tag quasi nicht aufgeheort zu regnen. Abgesehen davon, dass sich bei Regen nicht immer ganz lustig fahren laesst, war das fuer die Heimreise nicht das schlechteste Wetter...


Nachlese

Auch wenn es schwer faellt, den Verlust bereits dezimierter oder ausgestorbener Naturwelt nicht zu bedauern: „Each park tells a story that is truly unique, just waiting to be discovered. Some share history, others amazing ecosystems, but no matter were you choose to go, the National Parks will leave you with a sense of awe and memories to last a lifetime.“

Es war immer wieder verblueffend, wie wenig es doch braucht, sich mit etwas Engagement (und der richtigen Ausruestung) der Natur und ihren Bedingungen auszusetzten, um Wunderbares zu erleben.

Es ist immer wieder mal gelungen, fuer einen Moment, Einblick in eine viel zu selten besuchte Welt zu erlangen.

So mancher Schritt abseits des Vehicles war gut zu ueberlegen. Trittsicherheit im Klapperschlangen-Terrain, aber auch Sicherheitsdistanz zu Bueffeln, Baeren und Elchen stellten fuer uns voellig neue Aspekte dar.
"Ein Bus ist ein Muss"

Fuer dieses Mal sind wir etwas ueber viertausendfuenfhundert Meilen unterwegs gewesen.
...bzw. siebentausendzweihundert Kilometer

Jana hat uns Dank ihrer Kartenlesefertigkeiten und immer mit gutem Gespuer zum Ziel gebracht.
Aber hier macht sie gerade mal was anderes (...alkoholfrei!)

Die Kameras habe ich etwas ueber zweitausenddreihundertmal abgedrueckt, dabei nurmehr ein Prozent auf Film - kann’s selbst kaum glauben.
"...sogar auf dem Dach der Welt"

Die in den naechsten Wochen eintrudelnden Kreditkartenrechnungen lassen uns schwaermen und schmunzeln: Lake Yellowstone Hotel, Buck Horn Groceries & Gas Ranchester, Minitman Food & Fuelspaerfish, ...

Ja, wir verstehen auch nicht, wie wir zurueckblickend den Rest des Jahres aushalten. Aber der Rest des Jahres (und nicht nur diesen Jahres) wird dafuer sicher andere Ueberraschungen bereithalten...


Das war dann die Grosse Reise 2003. Aber wir kommen wieder, keine Frage. Drei Wochen ist nicht alle Tage. :-)





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