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Einstieg

One of our most versatile vacation trip ever. Oder auch: Wanderung durch die Jahreszeiten.

Die letzten drei Wochen im Mai Reise gen Westen mit dem grossen Ziel Yellowstone Nationalpark und „alles, was dazwischen liegt“.
Start im beginnenden Fruehling, Rueckkehr in den Winter, Eintauchen in die Maibluete und Sommerfrische am Meer.
Wir wussten, dass wir uns dieses Jahr zeitig auf die Jahresurlaubs-Socken gemacht haben, aber das hatte auch was Gutes. Wir erfuhren einen guten Mix aus Wetterkapriolen und stabilen Wetterphasen, Nachttemperaturen unter Null und lauschigen Grillabenden, Neuschnee und Wildblumen, Bergen und Meer, begrenzten Versorgungsmoeglichkeiten und wenig Touristen.

Die Fauna, speziell im groesseren Yellowstone Areal, bildete einen zentralen Punkt unseres Interesses.

Reisen im Fruehling ist schoen, weil viele Jungtiere zu sehen sind. Die Bueffelkaelber sind lieb anzuschauen. Die springen mitunter ohne aeusseren Grund, aber wohl mit innerer Freude, wie wild durch die Gegend - wenn sie nicht gerade bei der Mutter pennen.

Die Bueffel sehen natuerlich etwas mitgenommen aus nach dem Winter und mit Abwerfen des Winterfelles. So auch die Elche. Fuer satte Tiere mit praechtigem Geweih sucht man sich da besser den Herbst aus.

Yellowstone is bear country. Wo keine staehlernen Lebensmittel-Absperrcontainer aufgestellt sind, wird verlangt, alle Lebensmittel (und –reste und AUCH Zahncreme) wegzuschliessen, und dazu zaehlt nicht das Zelt...

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Farbenpracht die hiesige Vogelwelt daherkommt. Es reicht schon, wenn man die Augen (und den Kameraverschluss) aufmacht, aber im Visitor Center wird einem erst recht ganz bunt. Von den unglaublich vielen farbenfrohen Singvoegeln haben wir laengst noch nicht alle gesehen. Besonders aufgefallen ist uns die Western Meadowlark. Sie singt in der Prairie „was das Zeug haelt“. Haben wir noch nicht erlebt sowas.

Im groesseren Yellowstone/ Grand Teton-Umfeld waren zum Teil fantastische Blockhuetten zu sehen. Teils tief im Wald, teils eher freistehend. Das waer ein Traum – aber vielleicht bleibt’s auch keiner?

Reisen durch Nord- und Sued-Dakota heisst Prairie zu durchmessen. Endlose Weiten bieten Freiheit fuer Auge und Gemuet. Der Himmel erscheint groesser hier. Wir waren immer wieder begeistert von einer Vielfaeltigkeit, die sich erst auf den zweiten Blick erschliesst.

Wir haben wieder die meiste Zeit im Bus, zeitweise aber auch in einer Cabin und im Hotel uebernachtet - vorzugsweise immer in Nationalparks (bis auf Hin- und Rueckreise). Statt der Fahrraeder haben wir diesmal das Kanu mitgeschleppt - und auch eingesetzt. Und auf das leibliche Wohl haben wir natuerlich auch immer geachtet.

In kleineren Orten lohnt sich immer wieder ein Stopp. Irgendein Homemade-Baecker oder –Restaurant mit exzellenter Qualitaet und kleinen Preisen laesst sich da immer finden.

Allzuoft haben wir richtigen Stress gehabt, positiven Stress. Excitement und immer wieder die Qual der Wahl.

Eine Digital-Kamera (SLR) hat Debut gefeiert – und das kraeftig. Das Gute an der elektronischen Bildverarbeitung ist die Unmittelbarkeit. Schon beim Niedertippseln der Erinnerungen waren alle Bilder einfach per extrahierter jpgs verfuegbar.
Mindestens jeden zweiten Abend (oder auch mal waehrend der Fahrt) habe ich die Bilder von den CompactFlash Cards auf die Laptop-Festplatte geladen und gleich auf CD gebrannt – sicher ist sicher.

Fuer den Ueberblick:


...und Hinreise


Ein bisschen wie im letzten Jahr: Hinreise mit Regen. Das heisst, so schlimm hat es uns gar nicht erwischt. War vorwiegend truebes Wetter.
Zwischendurch immer mal wieder Entspannung – wettermaessig und aktiv...
Erst als wir „das Zelt aufgeschlagen“ hatten (am Welcome Center in Wisconsin), fing es an zu troepfeln. In der Nacht hat das Unwetter dann aber zugeschlagen. Der Wind hat so heftig am Bus geruettelt, dass wir sogar einmal aufgewacht sind. Aber so kalt wie befuerchtet war es ueberhaupt nicht.
Vierhundertunddreissig Meilen haben wir damit bis zehn am Abend des ersten Tages gemacht.

Am naechsten Morgen vor dem Starten haben wir das Boot noch mal neu verzurrt. Am Vorabend (kurz bevor es dunkel wurde) hatten wir einen der vorderen Schaumstoff-Auflieger verloren und das Boot fing an zu rutschen...
Fruehstueck wieder bei Onkel Donald und weiter ging's.
Wettermaessig war einiges los: Dicke Wolken.

Lange wurde es angekuendigt und so kamen wir nicht umhin, Cabela’s, einer der groessten Outdoor-Ausstatter, einen Besuch abzustatten. Was wir wollten (Bootauflieger) haben wir nicht bekommen, Geld sind wir trotzdem losgeworden. Der „Laden“ hat aber was hergemacht: Ausgestopfte Viecher ohne Ende.

Sechshundertundzehn Meilen standen fuer diesen Tag dann auf dem Zaehler.
Campground fuer die Nacht: Nannte sich zwar Happy Camper, die Dusche war aber nur halbwarm.

Der Morgen gab sich versoehnlich bei Casey’s Kaffee am Ufer des Missouri, bereits South Dakota. Amy Jo One Feather (!) servierte uns ein Fruehstueck Marke Hausgemacht.
Zurueck auf der Strasse haben wir Wetter & Landschaft genossen.




Einhundertundvierzig Meilen spaeter erblicken wir die Badlands – und das ist unsere erste Station.





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