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Devils Tower
1 Nacht

Der Teufel hat es gut mit uns gemeint und allerlei Feuerwerk fuer uns bereitgehalten. Wir waren entzueckt.
Zunaechst aber gilt festzuhalten: der Devils Tower an sich ist absolut faszinierend. Die Realitaet uebertrifft all meine Vorstellungen – und die hatten einen langen Weg. In einem alten Lexikon meiner Eltern hatte ich als Kind eine Schwarz-Weiss-Aufnahme dieses „Vulkans“ gesehen, ohne zu wissen was das eigentlich war, geschweige denn darueber nachzudenken, je eines Tages vor diesem Exot zu stehen.

Die Dimension verursacht die Verblueffung. Unter dicken Wolken praesentierte sich uns der Vulkankern, der ueberhaupt erst durch die Erosion des Umfeldes sichtbar wurde.

Mit stetiger Annaeherung zog der Himmel auf. Das liess mich insgeheim hoffen. Mit dem Abzug der Wolken warf die Sonne dann auch spaetes Licht auf die Praerie dog-Siedlung am Campground und ein paar Huegelketten. Und beihnahe haette ich den Fehler gemacht, dem schnellen Glueck des Momentes nachzugeben und an Ort und Stelle zu bleiben. Doch Glueck ist eben manchmal doch Geschick. Den Bus um die engen Kurven quetschend sind wir weiter und in einen unbefestigten Weg eingebogen, der uns zum idealen Standort gefuehrt hat. Und dann zog der Teufel seine Show ab...


(Die Bildgroesse muss die Bildanzahl kompensieren....)

Immer wieder wechselndes Licht und ein Aufleuchten:

Doch irgendwann ging ihm doch die Puste aus und er ueberliess anderen Maechten den Vortritt:

Blaue Stunde

...und Gute Nacht!
Und gut getraeumt...


Mit Hilfe unseres zwanzig Jahre alten russischen Weckers wieder ’raus in den naechsten, jungen Tag. Der erste Weg sollte zur Toilette fuehren, doch weit kam ich nicht: der Mond liess mich statt dessen die Ausruestung schnappen:

Keine Zehn Minuten spaeter war er weg und (mit Umweg ueber die Toilette) war Richtungswechsel angesagt.
Morgenstund hat Gold im Mund – und der Teufel hat noch mal ein bischen gewerkelt:
Morgen auf dem Campground am Belle Fourche River

Nach den entscheidenden morgendlichen Minuten war auf einem Baumstamm zu sitzen und den Voegeln zu lauschen das Beste, was man zu dieser einsamen Stunde machen konnte.
Doch als dann die anderen Camper nach und nach munter und der Platz geschaeftig wurden, habe ich noch eine Muetze Schlaf genommen.
Zum ausgedehnten Fruehstueck eine Stunde spaeter liessen sich die Campingplatz-Aktivitaeten dann am besten geniessen.

Dann haben wir uns auch aufgerappelt und den Bus gesattelt. Der Himmel hatte zugezogen, so dass wir eine Fahrt zum Visitor Center und den Tower Trail rundum den Turm einer ausgedehnten Wanderung durch's Gelaende vorgezogen haben. Auf diesem Rundweg konnten wir dann immer wieder ueber neue Ansichten stolpern:


Devils Tower, so schaut’s also aus.
Wir hegten Bedenken, dass das mit den Regenboegen jetzt immer so weitergeht, aber irgendwer wollte dann doch nicht uebertreiben - wie wir spater erfuhren...

Der Abschied fiel schwer, aber schliesslich konnten wir sehr dankbar sein.


Und jetzt machen wir Ernst: Yellowstone & Co.





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