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Yellowstone3
1 Nacht im Roosevelt Country


Nach der zweiten Nacht im Grand Teton NP war also Rueckkehr in den Yellowstone angesagt. Die Mammoth Hot Springs und das Lamar Valley waren noch zu nehmen.

Auf dem Weg dorthin wollten wir auch noch einen ergaenzenden Fotostopp am Midway Geyser Basin einlegen, doch den haben wir in Anbetracht der Besuchermassen (es war Memorial Day Weekend) abgesagt. Fernansichten der im aufsteigenden Dampf reflektierenden Farben waren beschaulicher:

Ein Highlight auf dem Weg nach Norden waren die Obsidian Cliffs: Vulkanisches “Glas“, aus dem die Indianer messerscharfe Pfeilspitzen und wohl auch Aexte gewonnen haben. Begehen des Gelaendes war jedoch weitgehend untersagt; zuviele Leute haben schon zuviel eingesteckt.

Mammoth Hot Springs
„Betruuch, alles droggen hier!“ Die beruehmte Minerva Terrace ist seit Fruehjahr 2002 „versiegt“ – und die Bueffel trampeln alles ein :-).
Zum Ausgleich waren ein paar andere Waesserchen aktiv, die mit dem geloesten Kalziumkarbonat recht schnell neue Terassen bilden und den staendigen Wandel des vermeintlich Bestaendigen bezeugen.
Palette Spring Minerva Terrace Cupid Spring Orange Spring Mound

Dennoch, diesen Besuch haben wir recht kurz gehalten. Es war ploetzlich zu warm, sogar schwuel geworden und weiter ins Roosevelt Country wollten wir auch noch. Das letzte Bild (Orange Spring Mound) ist dann zugegebenermassen sogar aus dem Auto entstanden...

Tower Falls
Kein Witz, wir sprechen gerade darueber, dass wir unerwarteteter Weise einen Grizzly, wie gewuenscht auch Elche, aber keinen Black Bear (der auch gar nicht auf der persoenlichen Wunschliste stand) gesehen haben – als wir einen sehen. Ein Wagen stoppt vor uns, wir stoppen mit:
Vielleicht nur zwanzig Meter von der Strasse entfernt im Graben zupft der Kerl an allerlei Gruenzeugs und laesst sich von ploetzlich massenhaft auftauchenden Kiddies mit Point&shoot-Kameras nicht abschrecken bzw. provozieren, zum Glueck – fuer die Kiddies!
Wir sprachen dann noch ueber Weisskopfseeadler und Grauwolf, aber...

Nach den ?-Cliffs:

...wurden wir bei einem Zwischenstopp auch noch auf ein Osprey-Nest aufmerksam gemacht:
Suchbild - es sitzt sogar einer im darin

Und schliesslich: wer sollte es fuer moeglich halten, der Tower Falls Campground war voll! Das ist zwar nur ein einfacher Campground ohne Wasser, aber wir hatten auch unerwartet viele Leute in dieser Parkecke unterwegs gesehen. War nix zu machen. Uebernachtet haben wir daher auf einem – psst! – Picknick Area. Ist eigentlich nicht erlaubt, aber - ernsthaft - was haetten wir machen sollen? Und siehe da, am naechsten Morgen sahen wir uns nicht allein – ein Crack schlief auf der Pritsche seines Pick-up, sein Bike an diesen gekettet.

Das Lamar Valley zum Sonnenaufgang...
...Treffpunkt aller Baeren-Jaeger, aller optischen. Nur schwer konnten wir den Massenauflauf wegen dreier, kaum auszumachender Black Bears nachvollziehen. Wenn die guten Leute wuessten, was wir am Vorabend...

Wir haben uns eher fuer einen die Furt des Yellowstone River durchquerenden Bueffel interessiert. Erst dachten wir, das Tier wolle nur trinken. Doch dann hat es den Bison bestimmt fuenfzig Meter abgetrieben (so weit mussten wir zurueckfahren), aber er hat es ‚gemacht’ – sicher nicht zum ersten Mal:

Dann stieg die Sonne langsam hoeher und wir wollten nur noch fruehstuecken. Die in der Karte vermerkten Picknick Areas waren entweder nicht zugaenglich oder lagen im Schatten - man wird waehlerisch. Also noch fuenf Meilen bis zum Nordostausgang des Parkes und zur naechsten „Stadt“, Silver Gate. Mitten im „Zentrum“ fanden wir das gesuchte...

Ach ja, den Tower Fall haben wir grosszuegigerweise ‚skipped’.

Ab- und Ausstieg
Der Abstieg vom Yellowstone Plateau hatte es in sich. Just am Tag zuvor erst hatte der Bearfoot Pass geoffnet, 11000 ft, der die kuerzeste Verbindung zum naechsten Ziel (Little Bighorn) darstellte.

Der Bus hat ordentlich geschnauft und wir haben gestaunt. Gestaunt haben auch die Wintersportler, als wir mit dem Boot auf dem Dach aufkreuzten. Diesmal waere die Farbe Rot glatt hilfreich gewesen, als wir durch die Schneeschluchten manoevrierten...

Ich habe mir mal eine Weile angeschaut, was die da veranstalten. Runter ging’s schnell, aber wieder hochkommen hat gedauert. Nix da Skilift:

Schliesslich lassen wir auch das hinter uns und widmen uns wieder flacherem Boden. Sehr geschichtstraechtigem diesmal.





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