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last update July 2005

Sandbanks Povincial State Park und Nachlese


Sandbanks Provincial State Park


Der auf halbem Wege zwischen Quebec City und unserem Zuhause liegende Sandbanks Provincial Park war die letzte Station dieser Reise. Wir wollten noch ein paar Tage zum Ausklingen haben.
Allzuviel wurde aber daraus nicht. Wir hatten zwar zunaechst einen laessigen zugezogenen Tag am Strand des Lake Ontario, mit Felix im Tragegestell und Picknick hinter den Duenen.
Wolkenverhangen, aber trocken und nicht kalt. Schoenes Licht fuer Details.

Aber der Regen kam dann am Abend – und blieb die ganze Nacht – hat uns auch am Morgen nicht verlassen – und sollte noch den ganzen Tag andauern: Ontario wurde ein Opfer der Auslaeufer des Hurricans Frances. So kamen beim Trailer-Ankuppeln dann „endlich“ die Regenklamotten zum Einsatz - weil uns ausser Heimreise nichts Besseres einfiel.

Vergleichsweise schnell waren wir an der Grenze. Im Duty Free Shop haben wir uns Steuern zurueckzahlen lassen, nach Feuerholz hat keiner gefragt, gegen die untergehende Sonne sind wir die I-96 entlang geschnurrt und vom guten Kaese haben wir noch ein paar Tage gezehrt.



Wieder zu Hause

Am meisten hat sich wohl Felix ueber die Wieder-Inbeschlagnahme unseres Homes gefreut. Im Rekordtempo ist er immer wieder die Treppe zum zweiten Stock hinaufgekrabbelt – seine Uebungen im Trailer haben sich anscheinend ausgezahlt.

Wir genossen das superlange Wochenende bei bestem Herbstwetter.
'Crisp air', Sonnenschein, und am Abend Lagerfeuer zum Grillern auf der Terasse.

Rueckblick auf die Zeit der letzten 3700 Meilen.




Nachlese

Der Atlantik war 'appealing'. Wasser und Wetter waren fuer Ueberaschungen gut.

Eine Wal-Beobachtungstour haben wir nicht mitgemacht. Aber ganz ohne Wal sind wir nicht davon gekommen! Bei einer Runde um den Leuchtturm am Perce Rock haben wir ein paar Mal eine Schwanzflosse ins Wasser klatschen sehen...


Eine gegenueber den USA zuweilen hervorgehobene groessere Freundlichkeit Kanadas konnten wir nicht nachvollziehen, zumindest nicht in den von uns besuchten atlantischen Provinzen. Auch erfuhren wir weniger Ruecksichtnahme und Gelassenheit als inzwischen gewohnt. Und das sicherlich nicht nur wegen der aktuellen politischen Wetterlage und unseres Nummernschildes...
Quebec's residents are French Canadian, in their language as well as their hearts.

Auf der Plus-Seite sind natuerlich das Lebensmittelangebot (Kaese) zu erwaehnen. Soetwas muss man in US schon suchen.
Dimensionen sind im Allgemeinen auch viel mitteleuropaeischer. Beim Anblick von Waesche auf der Leine im Garten fuehlten wir uns schliesslich vollends an die Alte Welt erinnert.



Die Fahrt durch den US-Bundesstaat Maine hat uns gut gefallen. Ozean, Seen und viel Gruen.
Und: "Outsiders may think Maine is all about lobsters, but locals know the wild blueberry deserves equal billing."
Wie auch immer: ein Frisch-Fisch-Essen haben wir statt in Bar Harbor in ein abgelegenes Lokal direkt im Hafen von Bass Harbor verlegt.

Der Nordosten der USA stand natuerlich auch schon immer auf unserer General-Reiseliste. Dass es ein bischen weiter noerdlich, aber auch zeitig fuer Indian Summer ausgefallen ist, haengt mit dem Verlangen nach viel Natur, aber auch Camping-Fieber zusammen.
Dafuer, dass wir nicht wussten, wie wir all unsere Absichten umzetzen wuerden koennen, sind wir sehr zufrieden. Mehr waere natuerlich immer noch gegangen (Fotos, Meilen, Schlafen, Baden, etc.) und es muss auch mal was daneben gehen, aber vier Wochen Urlaub am Stueck sind ja schliesslich auch schon was...


Dieser Urlaub war noetig. Punkt.

Zugegeben: Eine Homage an Jim Brandenburg's "Looking for the Summer"

Schliesslich ist uns schon seit laengerem klar, dass sich einiges aendern wird.
Die naechsten Reiseplaene sind daher noch voellig offen. Mal schauen, welche Optionen sich da auftun...


All humans realize they are loved when witnessing the dawn: early morning is the triumph of good over evil. Absolved by light we decide to go on.
Rufus Wainwright


In diesem Sinne
Take care everybody



Der obligatorische Fototechnik-Report

Die Fotoausruestung hat zwar nicht wie ursprunglich gewuenscht an Zuwachs erfahren, aber das neue 24-60/ 2.8 von Sigma hat endlich den mittleren Brennweitenbereich auf Niveau gebracht – und mich die klassische „Normalbrennweite“ von 50 mm (wieder) entdecken lassen. Zusammen mit einem Sinn fuer vielleicht weniger abstrakte, sondern eher Motive im Kontext, hatte ich unerwartete neue Freude an der Arbeit.

Auch der Gold ’N Blue-Polfilter von Singh-Ray bedarf Erwaehnung. Das ist ein kleiner „Schweinehund“, man darf es nicht uebertreiben, aber in manchen Situationen hat er durchaus geholfen, abzubilden, was das innere Auge sah.

Als optimale Speicherkartengroesse fuer die 10D haben sich die 1 GB bewaehrt. Gerade in Situationen wie mit dem Seeadler kommen doch ruck-zuck gewaltige Bild/Datenmengen zusammen. Vor mehr Kapazitaet am Stueck haette ich dann aber doch Bedenken, im Fall, etwas geht schief mit der Karte oder was auch immer.

Und fuer die Statistik: diesmal etwa 1350 mal durchgedrueckt.



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