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last update July 2005

Acadia National Park


Acadia National Park bildete einen Hoehepunkt, aber auch Abschluss dieser Reise. Chronologisch kamen danach nur noch Quebec City und der Sandbanks State Park. Aber mit der vorzeitigen Anreise von zwei Tagen und damit über einer Woche Aufenthalt war genug Polster für Erlebnisse ohne Druck gegeben. Natürlich reicht die Zeit nie für alles, und ein paar Wochen später im Jahr oder gar ein paar Tage im Winter dort zu verbringen, wuerden wieder ganz andere Gelegenheiten bieten, aber wir verliessen den Ort nicht mit dem zuweilen bitteren Beigeschmack des zu frueh Abgereistseins.
Wie auch immer: Zweiteilung der Erzaehlung; "Otter Cliff and More" und "The Bald Eagle"


Otter Cliff and More

Obwohl ausserhalb der Saison, war doch noch maechtig Betrieb. Insbesondere der Ostteil Mount Desert Islands wurde noch heimgesucht. Leider war auch der Blackwood Campground im Nationalpark nicht von der gewohnten Grosszuegigkeit. Bar Harbor als touristisches Zentrum der Halbinsel zieht natuerlich auch eine ganz andere Klientel als unsereins an. Unsere Fahrten in den Westteil der Halbinsel haben uns neben Ruhe dann auch wenigstens bessere Plaetze fuer das nächste Mal offeriert.
Aber vom Blackwood Campground konnte ich zumindest in der Frueh mit dem Fahrrad fleissig zum Otter Cliff radeln. Und diese Kueste ist es, was Acadia NP ausmacht.


Otter Cliff

Sea and mountain meet at Acadia, where you can fish with one hand and sample blueberries with the other

Sunrise at Acadia’s pink granite coast

Von den Hopewell Rocks kommend, haben wir am Ankunfts-Nachmittag nach Camingplatzbezug gleich einmal den Kinderwagen gesattelt und die Abkuerzug vom Campground zum Ozean gesucht und gefunden. Die Sonne hat sich durchgerungen und wir haben uns etwas die Beine vertreten.

Und wie wir so auf das Meer und die Cliffs schauen, verursacht eine vom Meer heranstuermende Nebelfront Unruhe im Fotorucksack...
...bevor wir vom Nebel verschluckt werden.

Wie schon der Reisefuehrer sagte: ”If fog comes, enjoy its gift: a softening of sights and sounds.”


Der Mond zeigte sich voll dieser Tage, eines Morgens bei den Cliffs habe ich ihn noch beim Abnehmen erwischt.


Cadillac Mountain

Acadia National Park ist “one of the places where dawn first touches the continental United States”.
Aber auch zum Sonnenuntergang bietet der Cadillac Mountain erfreuliche Blicke in die Buchten.


Ocean Path/ Thunder Hole

Den Ocean Path konnten wir ganz gut mit dem Kinderwagen begehen. So haben wir gleich ein gutes Stueck zurueckgelegt und es bis zum Thunder Hole geschafft – idealerweise genau zwischen Ebbe und Flut, wenn es richtig knallt. Das Rumoren und Donnern war schon aus der Ferne zu hoeren. Felix hat jedenfalls gewissen Respekt gezeigt...


Wonderland Trail

Der Wonderland Trail im Suedwesten der Halbinsel versprach offene Waldflaechen und Blicke auf’s Meer.

Spaet am Vormittag unterwegs, stand die Sonne schon recht hoch am wolkenlosen Himmel, aber eine frische Brise hat es uns nicht zu heiss werden lassen.

Felix hatte wieder seinen Spass (und wir unsere Sorgen) mit den vielen Tide pools, Ritzen und Stufen im Stein. Da gab es massig zu entdecken.


Indian Point

Das privat unterhaltene Natur-Konservat Indian Point Blagden Preserve westlich von Bar Harbor versprach Robben – wenn man Glueck hat; wir hatten keines. Dafuer unsere Ruhe. Hat sich quasi kein Mensch in diese Gegend verirrt.

Felix hatte seine Muehe mit uns, liessen wir ihn doch nicht so wie er wollte...

Wir waeren gern laenger dort geblieben, aber Felix wurde ungehalten. Mehr als virtuell dort zu sitzen war also nicht in diesem Moment.


Jordan Pond

Am Nachmittag nach meiner Kanu- bzw. Janas&Felix’ City-Bus-Tour waren wir gemeinsam wandern am Jordan Pond Seeufer.
North and South Bubble

Sogar einen Abstecher zum Bubble Rock (fuenfundvierzig Minuten hin und zurueck – mit ’raushaengender Zunge) haben wir uns (jeder auf seine Art) abgerungen...


Carriage Roads

Die sich ueber die Insel verteilenden vierundvierzig Meilen Carriage Roads wurden durch Mr Rockefeller Jr. persoenlich ins Leben gerufen – und spaeter dem Park zusammen mit „etwas“ Land dem Staat ueberlassen.
Auch heute noch duerfen seinem Ansinnen nach keine Automobile die fuer Pferdebetrieb ausgelegten Wege benutzen, die insgesamt 17 Bruecken – jede ein Einzelstueck – und spezielle Gate houses umfassen.
Acadia’s 44 miles of historic carriage roads are one of the finest examples of broken-stone roads left in America.

Die Wege wurden nicht im Sinne einer moeglichst effizienten Verbindung von Punkten konzipiert, sondern mäandern durch und integrieren sich in die Landschaft, um dem Benutzer (heute Radler, Wanderer, Skifahrer) Musse und Ruhe zu gewaehren. Schoene Flecken zu erhaschen bereitete dann auch keine Schwierigkeiten:


Wir bleiben noch ein wenig im Acadia NP...



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