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last update December 2005

Padre Island



Big Bend war Klasse. Aber, wie eingangs gesagt, wenn schon mal so weit vorgedrungen, wollten wir uns auch noch die Padre Island National Lakeshore am Golf von Mexiko ansehen.

Wie vermutet war es eigentlich zu dieser Jahreszeit immer noch zu warm, ja eigentlich unertraeglich, weil zu schwuel, also insgesamt zu zeitig im Jahr. Wir koennen uns einfach keine Vorstellung davon machen, wie das Leben „da unten“ auszuhalten ist.
Das Wasser war plantsch-warm und natuerlich salzig. In dem Moment haben wir beschlossen, unbedingt noch mal am Lake Michigan, oder auch Lake Superior Urlaub machen zu wollen.

Bei einem Fotostopp auf dem Rueckweg vom Badeausflug haben mich die Muecken bald aufgefressen. Eh ich mich versah, war ich umringt, und selbst in der kurzen Zeit der Flucht ins Auto haben sich minderstens zehn der Viecher ins Wageninnere eingeschlichen.


Aber es gibt natuerlich auch Gutes festzuhalten. Zuallererst hat es Felix grossartig gefallen. Sand, und gar nicht so sehr das Wasser – obwohl sehr flach – hat es ihm angetan. Sand streuseln, in die Luft werfen, darin waelzen – darin ging er auf.

Jana und ich haben es abwechselnd mal im Wasser versucht (und dabei immer die Scheu vor unangenehmen Quallen und Stachelrochen im Hinterkopf gehabt).

Die Pelikane sind eine Wucht. Gross und elegant kommen sie daher gesegelt und stuerzen sich nach Beute ins Meer.

Nach ein paar Stunden war erstmal Schluss. Felix war verkrustet und unsere Brillenglaeser bedeckte ein zentimeterdickes Salz-Sand-Gemisch.


Der Zusatz „National“ hat wohl auch diesmal fuer relativ geringen Ansturm gesorgt. Aber die Naturbelassenheit kommt eben manchmal mit einem Preis daher. Wie gesagt, manches Foto war hart erkaempft (unter Stichen…)


Die Fahrt von Big Bend zur Kueste war besser als so manch andere Strecke, die uns in Erinnerung geblieben ist. Extrem wenig befahren, meistens nur Trucks, vorwiegend flach und von nahen und fernen Gebirgszuegen gesaeumt und damit grossartige ‚vistas’ bietend. Mir ist immer noch unverstaendlich, warum kein Bild entstanden ist. Aber vielleicht gerade deswegen wird dieser Eindruck nicht so schnell verblassen. Verpasste Gelegenheiten koennen genauso gravieren wie Erlebtes.



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