reisen
last update December 2005

Lost Mine Trail

Zweimal bin ich diesen Trail gegangen, bzw. beim zweiten Mal habe ich ihn vollendet.

Den ersten Versuch habe ich als allerersten hike des Urlaubs ueberhaupt gestartet, sehr zeitig am Morgen, weit vor Sonnenaufgang, in mondloser Nacht.
Von der Lodge sind es nur ein paar Minuten bis zum Parkplatz am Trail. Dort habe ich mich erstmal in die Dunkelheit gestellt, die kuehle Nachtluft eingesogen und den Kopf in den Sternenhimmel gereckt. Keine zehn Minuten mussten vergehen fuer die erste Sternschnuppe. Die zweite verschwand hinter einer kleinen Wolkengruppe, so dass sich ein Flackern wie beim „Wetterleuchten“ ergab.

Bis wenigstens zum Erahnen einer Daemmerung habe ich dann noch gewartet, bis ich mit dem Rucksack gesattelt und dem Stativ bewaffnet losgezogen bin. Ruhigerer Pulsschlag, als das dichter bewaldete Stueck Weges hinter mir lag und die ersten Blicke aus der inzwischen gewonnenen Hoehe moeglich waren.


Windig war’s und die Sonne wollte nicht so richtig. So habe ich mich nach nicht allzu langer Zeit auf den Rueckweg begeben. Aber ein paar Eindruecke hinterliess dieser Trip trotzdem.

Auf dem Rueckweg hat sich dann meine neue Schnell(ver)sch(l)uss-Kamerahalterung am Rucksack bewaehrt: Das Mule Deer ist vielleicht genauso erschrocken wie ich, aber nach ein paar Metern siegte dessen Neugier und ich kam zum Zuge.



Der zweite Versuch, ein paar Tage spaeter, verlief insgesamt besser.

Klasse Aussicht am Ende des Weges.
Der markante Spitz in der Ferne kam mir sehr bekannt vor. Wie ich spaeter mit Kartenmaterial feststellen konnte, war es doch glatt der Elephant Tusk, auf den ich auf einer eventuellen Wanderung zum South Rim so scharf war. Der Gedanke dieser „Eroberung“ des South Rims geisterte lange Tage durch meinen Kopf: Eine dreizehn Meilen lange Wanderung, die ich mir schon zugetraut haette, aber schliesslich wollte ich was vom ersten Licht und nicht erst um die Mittagszeit dort eintreffen. Aber die Aussicht auf mehrere Stunden durch die Dunkelheit mit Sack und Pack (und mehreren Litern Wasser wie empfohlen) haben mich dann doch abwinken lassen. Umso erfreulicher war diese „Entdeckung“, den Tusk (und die Nordostseite des Rims) vom Ende dieses Trails ausmachen zu koennen.


Auf dem Rueckweg war dann auch Gelegenheit, ein paar Aufnahmen von den ueberall spriessenden Wildblumen zu machen. Aber weil ich schon etwas fussfaul war und zur Family wollte, habe ich auch mal ein paar Sachen ohne Stativ gemacht und, um mangelnder Tiefenschaerfe vorzubeugen, bewusst total unscharf gehalten. Schliesslich kommen die Farben auch so gut zur Geltung.



Soviel dazu. Eine alte Silbermine, wie die Sage erzaehlt, habe ich aber auch nicht gefunden. Vielleicht wusste der eilig entschwindende Roadrunner mehr...



zurueck zur Reisehauptseite