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BIG TRIP 2010 - Rückreise und Nachlese



Wyoming
Weiter auf dem Interstate 80 ziehen wir heimwärts. Für uns alles neue Gegend. In Rawlins, Wyoming, machen wir Station, auf einem Koa, wo sonst. Die Jungs erobern flugs den Spielplatz. Felix kann sein Segelboot gleich im Pool ausprobieren. Beim anschliessenden Dinner habe ich leider keine glückliche Hand bei der Auswahl. Ich sollte mehr auf Jana hoeren.

Bevor wir uns in die Niederungen des Mittleren Westens begeben bunkern wir in Cheyenne am nächsten Tag das letzte Mal Lebensmittel beim geschätzten Safeway.
Auf dem Parkplatz kommen wir mit einem älteren Trucker ins Gespräch. Wir freuen uns für Felix, dass er sich doch nicht die Gelegenheit entgehen lässt, mal hinter dem Steuer eines richtigen Trucks zu sitzen.


Ich Mesa, Du Butte
Östlich der Rockies aber immerhin noch in Colorado betreiben wir nocheinmal etwas Aufwand für eine Nacht. Lange Anfahrt über Feldwege für nicht viel - im Sinne von Heimsuchungen der Zivilisation; ohne alles campieren wir bei den Pawnee Buttes.
In oestlicher Richtung machen die Buttes den Eindruck der wohl einzigen nennens- werten Erhebung bis zu den Apalachen.
Zu dieser Jahreszeit ist das Bewandern der Buttes nicht gestattet, des Vogelschutzes wegen. Ein Glück, uns war rumzuhängen in dem Moment eh lieber.

Der Abend war schön.
Wie immer dieser Tage gingen wir zeitig ins Bett.
Henry war ganz perplex am Morgen neben unserem Trailer Kühe weiden zu sehen.
Meilenweit begegnen wir keiner Menschenseele. Das einzige Auto, dass wir schliesslich hier draussen passieren hat Indiana-Kennzeichen. Ich halt's nicht aus.

Wenn wir gewollt haetten, haetten wir uns schon bei unserem ersten Suedwest-Trip 2002 um die richtige Aussprache gekuemmert. Aber so hatte aber das Aha-Erlebnis bei einer Telefonauskunft ueber die "Bjuts" auch was.

Und waehrend ich das schreibe, kein Witz, ein Kuhfladen von diesem Ausflug klebt immer noch am Trailer.

Das Letzte
Das letzte Bild der Reise. Schon möglich, dass der so gepriesene Campingplatz in Windmill, Nebraska, an sich zu gegebener Zeit auch seine Reize hat. Die Mücken mal ausser Acht gelassen, kann ich dennoch der Nähe zum Interstate wenig abgewinnen.

Stationen
Lincoln, Nebraska. Haben wir immer noch wegen des grottenschlechten Essens in Erinnering. Der Campingplatz in Iowa kommt auch nicht so gut weg. Felix und mir gingen ein paar Angeber auf den Wecker.
Ich gebe es zu, ich lasse mir von meiner Rückreisestimmung etwas die Laune verderben.

Wir haben uns etwas weiter nördlich gehalten, um in Chicago Ikea und schwedische Mandeltorte mitzunehmen. Übernachten liessen sie uns jedoch nicht auf ihrem Parkplatz, das haben wir beim Wal-Mart gemacht. Nicht sehr gemütlich alles, aber wir hatten Wasser und wussten uns ja am nächsten Tag zu Hause.
Ein verregneter Morgen. Die Stärkung für das letzte Stück Fahrt bei Panera Bread und das letzte Mal aufmumpeln bei Trader Joe's.

Unterwegs sehen wir riesige Windparks in der Entstehung. Es geht also doch was weiter. Mann soll die Hoffnung nie aufgeben.

Dann war es nur noch ein Katzensprung. Allgemeine Aufregung beim Einschwenken in die W Baker Hollow Rd.

Dahoam
Lange weggewesen und doch alles wiedererkannt. Sah aus, als ob wir nie weggewesen wären.

Hatte noch fast eine Woche bis zum Ausnahmezustand. Das Auspacken hat sich gezogen. Nach einem Jahr schliesslich hatte ich auch den letzten Müll und Kram aus dem Auto entfernt.

Felix' Sammelsurium eignet sich uebrigens als gutes Synonym für die Reise.




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