Februar 2014

Högsfjället, Sälen








Der vorjährige Winter hatte uns ordentlich verwöhnt, das wurde in diesem Jahr offensichtlich. Erst Mitte Januar war es kalt genug für Schnee. Unserer Jungs Skikurse in Södertälje mussten sogar um eine Woche verschoben werden.
In Aussicht auf sichere Schneeverhältnisse hatten wir zeitig schon ein paar Tage im Skiresort gebucht. Als letzte Gelegenheit vor der Hauptsaison war der Trip nicht nur unschlagbar günstig, sondern auch frei von Massenbetrieb.
Zweifel beschlichen uns dennoch ob der Zeitpunkt gut gewählt war, als just mit Antritt der Fahrt wärmeres Wetter zuschlug. Felix und Henry hatten gerade noch ihre dritte Stunde auf den Brettern beendet und wir rüsteten uns gerade zur Abfahrt, als der Regen kam.

Bis Sälen war denn auch die Schneelage eher dünn, aber innerhalb von nur ein paar Hundert Höhenmetern verwandelte sich die Landschaft in eine Märchenwelt Es war schon fast dunkel als wir ankamen, aber es war offensichtlich, dass hier nicht mit frischem Schnee gegeizt wurde. Gebannt bestaunten wir die Schneemassen.

Es waren zwar gerade nur ein paar Grad unter Null, aber so blieb es auch die folgenden Tage. Wir checkten ein und buchten auch gleich je einen Skikurs für die Jungs. Voll Vorfreude machten wir noch ein paar Besorgungen im ICA Toppen und tollten auf den aufgeschobenen Schneebergen bei den Appartments. Für die Jungs zumindest wurde es zwar noch spät, aber schnelle Ruhe war damit garantiert.


Am nächsten Tag vor der ersten Skistunde schauen wir bei einer Runde, was wir am Vorabend verpasst haben. Das würde das Letzte Mal sein, denn ab jetzt würden wir noch auf den Brettern unterwegs sein.
Zum Freihalten der Wege und Vordächer wurde schweres Gerät bemüht. Ausserdem nix Deutsch gut.



Ich bin begeistert von der Landschaft und dem Schnee. Die Kamera schleppe ich fast immer mit.



Für Felix and Henry lief es super gut. Mit ihren Vorkenntnissen konnten sie gleich mit dem Lift hinauf und am Endes des Tages gab es kein Ende. Beide waren so voller Enthusiasmus, dass wir für Felix also jeden Tag einen Zweistunden-Liftpass gekauft haben und Henry während dieser Zeit auf seiner Lieblingsstrecke runtergedüst ist.


Unser Draufgänger Henry sitzt übrigens keineswegs ungewollt im Schnee. "Aber ich wollte das!" - am Ende seiner rasanten Abfahrt. Von alleine kam da allerdings nicht mehr raus.


Die beiden waren also für reichlich drei Stunden am Tag gut versorgt und Jana und ich machen was wir halbwegs können: Langlauf.





Nur einmal zeigte sich dieser Tage die Sonne für ein paar Minuten.



Auch Felix liess es sich nicht nehmen, vor seiner Skistunde mit mir auf die Spur zu kommen. Nach acht langen Kilometern haben wir uns aber auch schon mal vom Lift vom zentralen Punkt zum Hotel ziehen lassen.



Während die Jungs am Nachmittag also noch auf der Piste waren und Jana und ich unsere gemeinsame schon Langlauftour durchgezogen hatten, sassen wir im Anschluss in der Hütte bei der Liftstation entspannt bei heisser Schokolade mit Blick auf die Abfahrtsläufer.



Als kostenlose Lieblingsstrecke unserer Jungs erwies sich eine Abfahrt mit Hindernissen und einem kleinen von den Liftwarten aufgeworfenen Sprunghügel.



Unser gemeinsames Apres-Ski hatten wir im Appartment mit Kanelbulle (Zimtschnecke) und Kaffee.



Die fünf Tage waren um wie nix. Am Abreisemorgen machen wir endlich mal wieder ein Familienfoto, dann wollen und dürfen die Jungs noch mal für zwei Stunden wedeln, ich hau mich noch mal in die Loipe, und Jana kratzt schon mal Eis und Schnee vom Auto.



Das war ein guter Trip. Das Skiresort war nicht zu gross, gleich vorm Apartment konnten wir uns die Skier anschnallen, und Vorsaison ist Klasse. Liftanlagen und Resorts sind ja überhaupt nicht unser Ding, aber wir freuen uns, dass Felix und Henry nun Abfahrt können.




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