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Grövelsjön
Dezember 2014



Der STF, der Schwedische Touristenverein ruft, wir kommen: die Weihnachtstage nach Heligabend günstig in der Mountainstation Grövelsjön zu verbringen.

Das war eine gute Gelegenheit schon mal Schnee zu schuppern, uns schon mal einzustimmen. So ein guter Winter wie zweitausendundzwölf war nicht zu erwarten - auch wenn es kalt war, so lag doch nicht viel Schnee - und was man hat, das hat man. Ein paar Leute nur zog es wie uns zu dieser Zeit in die Mountain Station, nur der Anbau mit Selbstversorgung war daher offen. Und genau das war der Reiz. Denn am Abreisetag machte auch das Haupthaus auf und die Leute und Skiprofis flogen in Scharen ein.

Für die Anreise brauchten wir die veranschlagten sechs Stunden. Für eine bessere Wanderung war die Stunde bereits zu fortgeschritten, etwas wehmütig blickte ich daher auf das Licht auf den entfernten Bergen.

Aber für Felix und Henry war der Nachmittag noch ein Knaller. Die Schaumstoffschlitten sind die besten Schlitten die sie je hatten.
Bis in den Abend sind sie unterwegs.
Kurz noch schaue ich mich bei Zwielicht in der Gegend ein wenig um. Dann machen wir ein gemütliches Abendessen und gehen nicht zu spät ins Bett.
Die Tage sind kurz in diesen Breitengraden zu dieser Jahreszeit. Es ist noch dunkel als wir die Jungs schon munter in ihrem Zimmer vorfinden.
Für Fotografen bieten sich entspannte Bedingungen. Übermässig frühes Aufstehen und Eile sind nicht erforderlich.
Der Himmel zog zu.
Die Skilifte sind noch nicht in Betrieb, worüber Jana und ich nicht wirklich unglücklich sind. Wir machen alle zusammen eine Langlaufrunde.
Felix flitzt vorneweg. Spät erst habe ich ihn ein.
Jana geht mit Henry dann schon mal Schlittenfahren. Ich probiere Matthias' Skier (breiter und mit Stahlkante) und mache noch eine Runde mit Felix.
Auch haben die Jungs nochmal Spass mit ihren Schlitten.
Nach dem Mittagessen gehen wir auf den nahen See.
Zum Abend klart es nicht mehr auf.
Aber es ist zu schön, so frei und ungestört herumzustreifen.
Gleich nachdem wir wieder in die Station einkehrten, bin ich noch mal mit den Skiern los, in der Hoffnung, doch noch etwas gutes Licht zu erhaschen. Die Bilder sind aber nichts im Vergleich zu was sich am nächsten Morgen bot, darum lasse ich sie gleich weg.
Erst war ich gar nicht darauf eingestellt, als Jana aber meinen Blick aus dem Fenster auf die Berge lenkte, war das leckere Frühstück doch zweitrangig.
Langsam senkte sich das Sonnenlicht auf die Erde. Wunderschön haben die Berge das junge Licht reflektiert.

Als ich zurückkam waren die Jungs schon wieder auf den Schlitten. Jana hatte sich noch etwas Frückstück mit mir aufgehoben. Den Frühstücksraum hatten wir für uns. Ein gelungener Morgen.

Bis zum Mittag lassen wir uns noch Zeit, dann lotse ich uns vor der Rückfahrt nach Södertälje noch mal auf den See für Familienfotos.
Es war kalt, lange haben wir es nicht ausgehalten.



Ich gebe zu, ich war's. Ich habe die Fernbedienung auf das oberste Regal gelegt. Aber bei wem es halt nicht reicht um auf TV bei den Mahlzeiten verzichten zu können, der hat offensichtlich auch Ortungsschwierigkeiten. Jedenfalls blieb das Ding aus und ich hätte losprusten können, als ich die verdutzten Gesichter sah. Jerky, I know, but mission accomplished. Und beim nächsten Staubwischen oder Bücherregal durchforsten ist sie ja wieder da.



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