April 2015

Fulufjället






If you reach for a star, you might not get one. But you won’t come up with a hand full of mud either.

Leo Burnett




Einmal muss noch gehen. Ein letztes Mal noch will ich mit der Familie in den Fulufjället bei Schnee.





Der Aufstieg aufs Fjäll war kein Problem mit unseren Schneeschuhen. Ein tüchtige Ausarbeitung zumindest.



Hatte erst überlegt die Skier zur Rörsjöhütte zu nehmen, im Fjäll wäre damit vielleicht besser vorwärts zu kommen. Der Hüttenwirt war auch keine Hilfe, noch nie. (Der hatte mir vor Jahren schon keine Auskunft wegen Hüttenreservierung geben können oder besser wollen. Kein Schwede, nur so viel). Egal, wir machten ordentlich Dampf, es war ziemlich steil und lang, auch Henry hat gezogen, bis fast ganz auf die Anhöhe jedenfalls. Aber danach ging’s zum Glück eh leichter.



Wunderschöne Tour. Es geht ein ordentlicher Wind, aber wir sind gut angehost.
Wir lassen die Jungs eine Weile vorangehen, hier kann man sich kaum aus den Augen verlieren.



Natürlich wird es für Henry irgendwann beschwerlich aber Jana nimmt ihn den leichten Rucksack ab und sie verfallen ins Plaudern.



Wie erwartet war der Hüttenwirt nicht da und auch telefonisch nicht zu erreichen. Zum Glück kreuzte er wenig später auf, mehr als den Schlüssel wollten wir ja nicht von ihm. Dann machten wir uns noch einen schönen Abend. Schlittenfahrt vom Dach zum Beispiel.



Felix und Henry mampften die Spaghetti als gäbe es kein Morgen. Vielleicht lag es am Briesling, ha.



Das ist übrigens nicht das letzte Mal, dass ich draussen war.



Mitten in der Nacht musste ich noch mal. Erleichtert hielt ich auf dem Rückweg inne um die Nacht einzusaugen und meine Gedanken ins Universum zu schleudern. Da trifft mich der Schlag als eine Sternschnuppe durch den Sternenhimmel pfeffert. Ich stand wie versteinert und es dauerte seine Zeit bis die Kälte mich wieder in die Hütte trieb. Am liebsten hätte ich Jana aufgeweckt und gleich davon erzählt.



Am nächsten Morgen sehen wir – nichts. Ein wahrer Schneesturm wütet und nimmt die Sicht. Gerade dass wir zum Toilettenhäuschen finden.



Aber die Jungs und ich machen trotzdem die Gegend unsicher. So stolpern wir zum Beispiel über diese Schneehöhle. Die Decke ist leider schon etwas eingesunken, aber für eine Abenteuererkundung reicht es.



Zu Mittag zieht es auf und die Schneebälle im Gesicht wirken weniger kalt.



Am Aufwärmen kommen wir trotzdem nicht vorbei, besonders wenn die Jungs mal wieder Karten spielen können.



Jana hat leider die Panik ob des Wetters am Abreisemorgen. Viel zu zeitig sind wir munter und reden statt im Bett zu kuscheln.



Ich sage, was soll schon sein, auch ohne Sonne und Kompass werden wir die Richtung nicht verfehlen. Viel zu schnell ist meine Familie fertig und ich muss hinterher hecheln und sie aufhalten um zu meinen Bildern zu kommen. Sie werden es mir danken.



Tatsächlich gehen wir nicht exakt die gleiche Strecke, ich breche oft in den Schnee trotz Schneeschuhen, Henry könnte vielleicht sogar ohne auskommen.



Schliesslich erreichen wir das Ende der Hochebene. Wir nehmen der Jungen Rucksäcke und sie dürfen auf ihren „Arschledern“ den Hang runterrutschen.



Felix ist hart im nehmen und schnell als ihm sein Brett entwischt.



Ach ja, wer sagt übrigens dass nur ich so was kann.



Und noch was, tausendmal sind wir auf unserem Weg gen Norden daran vorbeigefahren, diesmal habe ich angehalten und die Jungs aufs Dala Pferd gelockt.




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