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Deutschland
Mai 2015



Das wir auch zweitausendundfünfzehn einen Deutschlandbesuch auf unserer Liste haben war klar, der vierte und letzte Besuch während unseres dreijährigen Schweden-Exkurses.
Nach Löbau wären wir prinzipiell gern gefahren, aber da wir noch in Hamburg ein paar Dinge zu erledigen hatten, fiel die Wahl gerne auf Kummer. Helga hat sich gefreut und sie hat wieder mittelgrosse Poststation gespielt, das kann ich ihr gar nicht hoch genug anrechnen.
Meine Leute habe ich nach Bad Doberan eingeladen, die Kosten waren für uns die gleichen wie ein Besuch in Sachsen-Anhalt, aber so haben sie sich in den letzten drei Jahren auch mal in unsere Richtung bewegt und wir hatten weniger Aufwand als sonst.

An
...einer Fährfahrt führt kein Weg vorbei. Diesmal Trelleborg-Rostock Hin und Zurück. Das ist einfach Klasse. Wir mussten allerdings diesmal etwas eher los fahren, ein Anhänger hat die Fahrzeit etwas ansteigen lassen.
Regenbogen bei der Hafeneinfahrt in Rostock.

Bad Doberan

Nach Bad Doberan ist es ja nicht weit. Spät wurde es trotzdem eh man so vom Schiff runter und aus dem Hafen raus ist. Für lange Gespräche nach Ankunft im Hotel waren wir an diesem Abend nicht mehr zu haben. Dafür hatten wir ja den nächsten Tag reserviert.

Den gehen wir gleich mal mit einem Ausflug mit der Schmalspurbahn Molly an.
Die Fahrt war ein kleines Spektakel, zumindest nachdem die Schaffnerin uns endlich korrekt abgerechnet hatte.
Wir wollten von Heiligendamm bis zur Steilkueste wandern, aber den Wanderweg nicht gefunden. Mit Felix renne ich bis ans Ende der Mole. Es geht eine steife Brise und die brechenden Ostseewellen spritzen bis zu uns hoch.
Mehr als Uferpromenade war daher nicht. Mir gelingen ein paar aussagekräftige Fotos.
Unsere Jungs geben auch immer ein gutes Motiv ab.

Wir essen nur wenig zu Mittag, wissend dass noch mehr kommt. Zurück in der Stadt und nach einer kleinen Pause suchen wir eines dieser Back-Cafes auf und laden uns auf.
Jana macht mit den Jungs eine Pause im Hotel, mit dem Rest der Mannschaft gehe ich auf ein Motorradtreffen im Ort und kramte mit meinem Bruder in Erinnerungen aus unserer Sturm- und Drangzeit.

Die es täglich haben können waren zwar nicht ganz Ohr, aber zum Abendbrot ich bin doch zu einer Portion Spargel gekommen. Ist doch Spargelzeit, Mensch.
Die Ruine eignete sich hervorragend für ein Versteck-Spiel für den frühen Abend. Die Beteiligung war natürlich suboptimal, aber wir haben die Zeit rumgebracht.

Alright, das war das.

Auf nach Kummer am nächsten Morgen.
Wir sagen nur Hallo, übergeben die Jungs, kurz und schmerzlos, und fahren gleich weiter nach Hamburg.


Hamburg

In Hamburg kriegen wir was wir wollen und schaffen den Hänger mit der begehrten Fracht gleich zurück nach Kummer. In Helgas Garage steht er besser. Dann düsen wir zurück nach Hamburg - im wahrsten Sinne des Wortes, lange nicht mehr gemacht, das Düsen - und dürfen uns noch ein paar unbeschwerte Tage machen. Besuchen D. und S. in ihrem Laden.

In Hamburg entstehen quasi keine Bilder. Das Hotel ist zentral gelegen, das Frühstück noch gut, das Bett zu klein, aber wir geniessen alles.
Kummer

Auf der Rückfahrt machen wir eine Pause am Rapsfeld, in blühenden (ost)deutschen Landschaften.
Unseren Jungs ist es wieder gut gegangen. Ein bisschen Zoff gibt es immer, klar, aber Bobby Cars können sie auch nicht jeden Tag fahren.
Für den Rest des Tages machen wir keine ernsthaften Aktionen mehr, freuen uns, dass wir alle da sind.
Wir übernachten im Nachbardorf. Idyllisch. Wir muffeln in begehrter Fussballer-Bettwäsche, frühstücken aber bei Helga.
Am Morgen beginne ich das Wohnzimmer wieder voll zugänglich zu machen und gehe die Pakete an. Den Anhänger zu beladen nimmt seine Zeit in Anspruch. Wir lasten ihn gut aus.
Die Altpapiertonne bekommt auch was ab, sodass Henry auf die Idee kommt in selbige steigen zu wollen. Wir grillern am Abend, haben was zu lachen, aber werden nicht alt.


Ab

...fahrt nach Schweden ist zeitig in der Früh. Wir verfrachten die Jungs nach dem Wecken gleich ins Auto. Ein richtiges Frühstück machen wir auf der Acht-Uhr-Fähre.



So einen Anhänger wünschte ich mir übrigens. Leicht, aerodynamisch und auflaufgebremst. Ein Import in die USA hat aber so seine Hürden, so dass ich meine Finger doch lieber davon gelassen habe.



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