Mai 2015

Skuleskogen





There are no traffic jams along the extra mile.

Roger Staubach








Nachdem wir das erste Mal die Leichtigkeit des Anmarsches unterschätzt hatten (wir hatten die Nacht nach der Anreise noch außerhalb des Parks verbracht), gingen wir es diesmal richtig an. Von Süden kommend wollten wir die Hütte am …in Beschlag nehmen.



Die Wettervorhersage war gut. Wir freuten uns auf die Wanderung und Hüttenleben.



Unsere Rechnung, das am Freitagabend die Belegungsfrage einfach zu beantworten wäre, ging auf. Wir bezogen eine gemütliche Hütte mit viel Platz und einem wunderbaren Holzofen. Es war insgesamt schön frisch, so dass das Einheizen ein Erlebnis war.



Der Morgen nach der ersten Nacht war superb. Die See fast spiegelglatt, die Sonne kräftig, die Luft klar. So mag ich’s. Mich hielt auch daher nichts, mich im Schlafsack nach dem Frühstück auf die Bänke unter den Kiefern am Ufer zu verziehen, um mir durch die kühle Brise und die Sonne das Gemüt erheitern zu lassen.


Das allein war schon den Trip wert.


Statt die Erinnerung weiter chronologisch zu betreiben, verlegen ich mich ab jetzt aber lieber auf kleine Zusammenfassungen.

Zum Beispiel ist es immer wieder schön zu erfahren, dass Felix und Henry sich auch ohne elektronische Helfer beschäftigen können.



Felix zieht es allerdings eher raus.



Während Henry malt wie ein Besessener.



Überhaupt spielte sich natürlich das meiste Leben außerhalb der Hctte ab. Den Jungs ist kein Wasser zu kalt und selbst in der blauen Stunde haben sie noch Kienaeppel mit Brettern ins Wasser befördert.



Wir können die Jungs inzwischen auch getrost mal eine Weile alleine lassen und Jana und ich drehen gemeinsam eine kleine Runde zur Erbauung.



Wie gesagt, auch der Ofen wollte versorgt sein. Nachdem ich ein paar Scheite gehackt hatte, wollten die Jungs natürlich auch. Felix hat gut grosse Teile gespalten, Henry gab nicht auf bis er - mit Felix' Hilfe - einen handlichen Stamm quer durchgehackt hatte.

Sprachloses Staunen über Felix' Performance


Besonders Henry mag die Plumpsklos überhaupt nicht, klar, aber wieder eine 'lesson learnt'.



Es ist ein leichtes, ohne Uhr durch den Tag zu kommen.
Kerzen nehmen wir nur zur Gemütlichkeit.



Frische Luft macht hungrig und wir mussten feststellen, dass wir unsere Lebensmittelrationen doch etwas knapp kalkuliert hatten. Zum Glück tummelte sich noch eine Tüte Nudeln im Schrank.


Das Bachwasser übrigens kann gar nicht kalt genug sein, als das es sich nicht ins Gesicht werfen ließe. Zumindest für mich :)



Aber es hilft alles nix, irgendwann muessen wir uns wieder auf die Socken ins zahlende Leben machen.




"Mavericks" von Johnossi wird uns an diesen Trip erinnern.





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