Juni 2019

Vancouver Island, BC





Life’s too short to be living some one else’s dream.






Eigentlich wollten wir campen. So richtig mit Zelt und so. Das kennen unsere Jungs ja gar nicht, waren ja immer im Camper unterwegs. Am besten im Pacific Rim Nationalpark auf Vancouver Island. Direkt am Meer, in der Wildnis. Ehe wir in die Gänge kamen, waren der Juli und August natürlich schon ausgebucht. Wurscht, machen wir halt im Juni gleich nach der Schule. Da haben wir natürlich die Rechnung ohne den Wirt, in diesem Fall das Wetter, gemacht. Dank schulfrei infolge Schnee im Februar – der war trotzdem sehr willkommen – kollidierte das verschobene Schuljahresende mit unserer Reiseplanung. Als verantwortungsbewusste Eltern haben wir natürlich auch nicht deswegen einfach die Jungs aus der Schule genommen.
Wir haben umdisponiert und uns wenigstens für ein paar Tage ein AirB&B in der Nähe von Victoria besorgt. Das war quasi eine ausgebaute Scheune auf jemandes Grundstück. War nicht übel. Mit den blöden Hühnern, das sollten sie sich noch mal überlegen, aber dafür haben ein paar Runden Tennis auf dem hauseigenen Court gespielt.



Das Gute an Vancouver Island ist seine Lage für uns. Nicht zu weit entfernt, soweit nur mit der Fähre zu erreichen bzw. wir brauchen keinen Flug, Ausland und doch (noch) etwas exotisch für uns. Auf die Fährfahrt haben wir uns gefreut. Das war auch immer ein Highlight bei unseren Urlaubstrips nach Deutschland während unserer Schwedenzeit.



Auf der Autofahrt auf der Insel gen Süden haben wir immer mal wieder einen fantastischen Blick übers Meer erhascht. Wer kann, kann ihn sehen, „unseren“ Viertausender, den Mt. Baker. Anzuhalten war allerdings nicht leicht. Für ein Lichtspiel am Himmel haben wir es dann aber doch gemacht.



Wie immer ist es wichtig, dass jeder was vom Urlaub hat. Ich hatte es auf die Sooke River Potholes abgesehen, in der Hoffnung, dass das auch der Familie taugt. Wie erwartet war das Wasser noch schweinekalt, Juni, wie gesagt, aber hilft ja nun alles nichts :)



Dass es den Jungs gefallen hat, sahen wir daran, dass sie gerne noch einen zweiten Ausflug machen wollten. Hat uns alle ja ganz stark an unseren Norwegen-Ausflug, an den Farani Fluss, erinnert.



In Victoria selbst haben wir uns auch etwas umgesehen. Jana und ich wären gern in das vielgepriesene Völkerkundemuseum gegangen, aber wir kriegten keine Mehrheiten zusammen. Holen wir mal später sicher noch nach. Man muss sich ja auch erstmal orientieren. Ist ja alles relativ zugängliches Neuland für uns.



Zu Anfang hat es uns erstmal ans Wasser gezogen. Wir erfreuen uns an der Sicht - man sieht die Olympia Halbinsel - und tingeln durchs Treibholz. Zwischen den Klippen entdecken wir allerlei Getier. Felix testet eine Sprungeinrichtung.



Am Pier kommen wir mit einer jungen Lady (mit Hund Coco) ins Gespräch. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund: „Isn’t it nice, to be away from the crazy Americans?“ Wir sind mit ihr den ganzen Pier bis zum Ende und zurück und hatten alle unseren Spass.



In Chinatown waren wir auch, hatten aber insgesamt mehr erwartet.



Wasserflugzeuge haben mich schon als kleiner Junge fasziniert. Das kleine Büchlein „Flugboote“ von der damals sogenannten Westverwandtschaft habe ich heute noch. Wir haben ein paar Starts dieser Dinger verfolgt.



An neuen Orten gehen wir gerne Lebensmittel einkaufen. Da gibt es immer ein paar neue Leckerli oder auch alte Bekannte. Quality Foods können wir empfehlen. Das Alpen-Müsli z.B. bringen wir uns ab jetzt immer mit. Das AirB&B hatte eine kleine Küche, so konnten wir unsere Mahlzeiten (ein gutes Frühstück ist uns heilig) immer gut gestalten und zelebrieren.

Wifi gab’s natürlich auch :)



Auch die Fährfahrt zurück war toll. Diesmal haben wir mehr darauf geachtet, wie die grossen Schiffe durch die Inselgruppen manövrieren.

Wer nicht weiss, wohin mit seinem Geld, kann sich von den Grundstücken inspirieren lassen.

Fantastisch, wir sehen Weisskopf-Seeadler in ihren Horsten sitzen und durch die Lüfte segeln. Die sind da wirklich daheim (eh klar, aber das muss erst mal einsinken).



Viel rumgekommen sind wir nicht, aber einen ersten Eindruck und Lust auf mehr haben wir uns geholt.




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